TAAKEs „En Skog av Nidstang“ bietet einmal mehr frostigen Nordmann-Metal, der jeglicher Extravaganz oder Avantgarde den Mittelfinger ins Gesicht streckt. Alleinmusiker Hoest pfeift auf moderne Soundmöglichkeiten und liefert stattdessen jene Klangästhetik, die in den 90er-Jahren im Black Metal en vouge war.
Das verleiht den vier überlangen Stücken auf diesem Album eine karge Feindseligkeit, wobei der rohe Klang manch experimentellem Part nicht im Wege steht.
„Engler“ etwa startet mit getragenem Tempo und dezenter Melodik, ehe sich hinten raus erhabene Gitarren im Grenzland zwischen BATHORY-Pagan-Stimmung und eisigem Schwarzmetall austoben.
„Av guds ville naade“ nimmt diese Stimmung auf, führt aber in bombastischere Gefilde und lässt gar Geigenklänge zu.
Hoests Gekeife konfrontiert den Hörer derweil stets mit der rohen Gewalt, die Black Metal nun mal innewohnt, wobei sich weder die Aggression noch die Progression in der Musik über das jeweils andere Element erhebt.
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FAZIT: Mit „En Skog av Nidstang“ liefern TAAKE ein finsteres Album frei von Szene-Kitsch oder Plattitüden ab. Misanthropie und Nihilismus bestimmen den Sound der Norweger nach wie vor, wobei die Band weder zu einer Kopie ihrer selbst verkommt, noch ihre Szenewurzeln aufgibt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.08.2026
Hoest
Hoest
Hoest
Hoest
Dark Essence Records
36:43
31.07.2026