„Unceasing Life, Contradictio Interminus“ umfasst die beiden, titelgebenden Demos der obskuren Holland-Deather ULCERATE FESTER sowie deren Beiträge zur 1993er Displeased Records Compilation „Against All Gods“, die um zwei rare Live-Tracks erweitert wurde.
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Vic Records machen es sich Ende 2025 zur Aufgabe, diese vergessenen Songs zurück auf die Bildfläche der Szene zu holen, wobei nicht allzu viel an Sound und Ästhetik der Originale verändert wurde.
Daher bekommt der Hörer etwas dumpf produzierten Death Metal mit Hang zu verschlepptem Tempo geboten. Während die Stücke des „Unceasing Life“-Demos noch reichlich sumpfig und wie unter einer Käseglocke aufgenommen tönen, wirkt das ‘92er Demo „Contradictio Interminus“ schon wesentlich ausgefeilter produziert und tönt mit klarem Sound aus den Boxen.
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Der verbesserte Sound kann aber dennoch kaum über das Mittelmaß der Songs hinwegtäuschen. Die Kompositionen wirken zwar allesamt handwerklich sattelfest, aber wirklich aufregend, geschweige denn originell klingt nichts an dieser Scheibe.
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Es hat also seinen Grund, dass Landsmänner wie ASPHYX bekannter wurden und nach wie vor aktiv sind. Der Vergleich drängt sich auch dahingehend auf, weil beide Bands Death Metal mit (mehr oder weniger) offensiven Doom-Metal-Anleihen kreuzen, wobei Martin Van Drunen und Co. schlicht ein besseres Händchen für zwingende Songs haben und hatten (nachzuhören u.a. auf „The Rack“ von 1991 und „Last One On Earth“ von 1992).
Nichtsdestotrotz bietet sich „Unceasing Life, Contradictio Interminus“ als obskure Death-Metal-Zeitreise ins Land der Tulpen und des Käse wenigstens für Genre-alles-Sammler an.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1956274786/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=885186310/transparent=true/" seamless><a href="https://vicrecords1.bandcamp.com/album/unceasing-life-contradictio-interminus">Unceasing Life, Contradictio Interminus von vicrecords</a></iframe></center></br>
FAZIT: ULCERATE FESTERs „Unceasing Life, Contradictio Interminus“ hat als Zeitdokument holländischen Death Metals durchaus einen gewissen Reiz (und sei es nur um in Erinnerung zu rufen warum ASPHYX und Co. zu den Größen der Landeszene zählen). Wirklich zwingende Songs, geschweige denn Musik mit Langzeitwirkung muss hier allerdings mit der Lupe gesucht werden.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.07.2026
Erik Schoemaker
Bennie Greveling, Ardy de Jong
Ardy de Jong, Bert Post, Mark Portier
Gertin Smit
Vic Records
79:41
29.10.2025