Mit stimmlicher Verstärkung aus Italien (Sängerin Marica Moire) liefern die Dänen W'T'M auf ihrem Debütalbum „Witness the Madness“ theatralisch angehauchten Heavy Metal mit symphonischem Einschlag und nehmen die Bedeutung ihres Bandnamens gleich mit dem Albumtitel vorweg.
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Und auch wenn der Eröffnungstitel „A Symphony of Brilliance“ doch arg großkotzig klingt, weiß die Band zweifelsohne was sie tut. Musikalisch trifft treibender Heavy Metal auf eine theatralische Note und einen poppigen Refrain, der bisweilen an Bands wie DELAIN gemahnt.
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Fans der genannten Combo oder auch WITHIN TEMPTATION-Hörer dürften mit der Musik von W'T'M durchaus ihre Freude haben. Zuweilen werden die orchestrierten Elemente weniger stark ausgereizt, als das bei den letztgenannten Holländern der Fall ist, aber in Sachen Dramatik und Inszenierung ziehen diese Dänen-Neulinge auf jeden Fall viel Inspiration aus besagten Bands.
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Zwischendurch rockt es aber dennoch satt und die Hammond-Orgel darf ihren Dienst im Zentrum der Musik tun. Dadurch brummen Titel wie „For the Sake of It All“ geerdeter, als es die Beschreibung des Bandsounds vermuten lässt und auch mancher Anflug von Kitsch-Drama, wie im stimmungsvoll aufgebauten „There Is Only One“, lässt genug Raum für den metallischen Anteil der Musik.
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Dadurch klingen W’T’M weniger schmachtend-süß, als es anfangs scheint, was der Musik einen zeitgemäßen Charakter verleiht, ohne dass die Band allzu viele Kitsch-Klischees bedient.
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FAZIT: W'T'M liefern mit ihrem Debütalbum „Witness the Madness“ stimmungsvolle Heavy Metal-Theatralik ab, die von einem dezent symphonischen Einschlag aufgepeppt wird. Gleichzeitig liegt der Fokus aber auf der Gitarrenarbeit und nicht auf dem Orchester, was den Kitsch-Faktor eindämmt und W'T'M damit auch für Hörer interessant macht, die weniger im dramatischen Theatralik-Metal zuhause sind.
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Erschienen auf www.musikreviews.de am 28.06.2026
Ole Quist
Michael Bastholm, Marica Moire
Michael Steen Sørensen
John Brandt
Peter G. Mogensen
Popshit Records
50:02
07.05.2026