Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Firebird: Hot Wings (Review)

Artist:

Firebird

Firebird: Hot Wings
Album:

Hot Wings

Medium: CD
Stil:

(Blues-) Rock

Label: Rise Above/Soulfood
Spieldauer: 38:38
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Nur Michael Amott macht noch Metal von den einstigen Carcass Mitgliedern; Bill Steer hatte seinen spater mit FIREBIRD eingeschlagenen Weg bereits auf dem Schwanengesang der Gruppe angedeutet und im Laufe dreier Alben mit der neuen Formation zunehmend den Blues in seinen Rock eingebaut. Album Nummer vier ist ein vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung.

FIREBIRD orientieren sich am die Blues-Schemata aufbrechenden Ur-Rock von vor mehr als 30 Jahren, zum Beispiel an ganz frühen Deep Purple, Mott The Hoople, oder natürlich Jimi und Jimmy. Cream gehen abzüglich ihrer Jam-Lastigkeit ebenfalls als Bezugspunkt durch. Steer schreibt meist im Drei-Minuten-Format, wobei die längeren Tracks auf der hypothetischen B-Seite der Platte stehen. Spiritual-Beggars-Drummer Ludwig Witt ist als schwedischer Bonzo sofort zu erkennen und die perfekte Besetzung eines zünftigen Rock-Trios. Dazu passt Steers raues wie gefühlvolles Organ und der warme Sound. Die Blues-Gewichtung äußert sich nunmehr in tollem Slide-Spiel, vor allem im Abschlusssong sowie „Play the Fool“, sowie dem Harp-Einsatz im funkigen „Misty Morning“. Witt groovt höllisch und lässt die Cowbell ertönen; der Bandkopf ordnet sich songorientiert ein und gibt allenfalls hier und dort ein Wah-Wah-Solo zum besten. Dafür sind seine Licks und schreiberischen Qualitäten ausgeprägt genug, um die Scheibe für eine Endlosschleife im Autoradio zu empfehlen. Einiges ginge als schmutzige Version von Kenny Wayne Shepherd durch, was vor allem am unpolierten Klang liegt.

Angenehm ist auch, dass die Band sich statt des vordergründigen Zitats vornehmlich des Sound vergangener Zeiten bedient. Das macht sie authentisch und unverkrampft, weder zweifelhaft retro noch bemüht die Schwielen vom Baumwollpflücken hervorkehrend.

FAZIT: Veritable Ohrwürmer mit Feeling und Abwechslung. Weiterentwicklung geschieht bei wurzelbewusster Musik auf Entenfüßen – ansonsten ist dieses Bekenntnis einer Ex-Leiche zur Lebensfreude eine durchweg empfehlenswerte Sache.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3301x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Carousel
  • Good Times
  • Misty Morning
  • Play the Fool
  • Horse Drawn Man
  • Overnight
  • Bow Bells
  • Flying Blind
  • I Wish You Well
  • Needle in the Groove

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Tage hat eine Woche?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!