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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Montys Loco: Man Overboard (Review)

Artist:

Montys Loco

Album:

Man Overboard

Medium: CD
Stil:

Art Pop

Label: Nons Records
Spieldauer: 28:30
Erschienen: 2006
Website: [ Link ]

Montys Loco: Man Overboard

Schon seit einer längeren Zeit geistern MONTYS LOCO als Phantome durch die Indie-Szene in Europa. Leider haben die beiden Damen aus Schweden bisher noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schade eigentlich, denn gerade der Sektor „Frauenbands“ könnte einige neue Strömungen gebrauchen. Gitarristin Marie Eklund und Sängerin Anja Birgell versuchen nun mit ihrem neuen und bereits dritten Album „Man Overboard“ ihren Durchbruch. Und vielleicht schaffen die beiden es ja diesmal, denn die Medien von der Indiepresse und selbst MTV zeigen ein großes Interesse. Um dem ganzen noch ein bissel mehr Schwung zu geben, werden die Cardigans die beiden Damen von MONTYS LOCO mit auf ihre Europa Tour nehmen. Klingt ja alles sehr vielversprechend.

Das Album „Man Overboard“ bietet 10 Songs voller schöner Melodien und intelligenten Texten. Doch: Die Spielzeit von 30 Minuten kommt einem aber wie quälende lange 60 Minuten vor. Kein wirklich gutes Zeichen! Beim Hören wünscht man sich leider sehr schnell das Ende herbei. Das Problem ist, dass es einfach nicht zu Potte kommt, und trotz schöner Stimmen und einem gelungen Songwriting eher langweilig und eintönig daher kommt. Auch die Stimme von Sängerin Anja Birgell reißt das Album nicht aus der Monotonie heraus. Ihre zarte und rauchige, fast schon säuselnde Stimme, die Betonung der einzelnen Wörter und der Akzent erinnern stark an den Gesang von Björk. Aber auch hier einfach zu wenig Abwechslung. Anja Birgells Stimme wirkt auf Dauer langweilig und verliert schon nach den ersten Liedern an Spannung.

Marie Eklund widmet sich der Gitarre, zeigt dabei nur einen schwachen Willen zu abwechslungsreicher Komposition, ergeht sich Song für Song in ähnlichen Tonfolgen. Auch hier scheint die Eintönigkeit ihre Finger im Spiel zu haben … Die beiden Schwedinnen werden auf ihrem Album unterstützt von John Ericson, der natürlich mit seinem Schlagzeug dezent im Hintergrund bleibt und wie ein Gentleman den Damen ihren Vortritt lässt.

FAZIT: Dieses Album lohnt sich auf jeden Fall für Leute, die Björk und Suzanne Vega schätzen und mit Langeweile gut umgehen können. Diese beiden talentierten jungen Frauen sollten mehr aus sich raus gehen und ihren Liedern einige Ecken und Kanten gönnen.

Melanie Wentzel (Info) (Review 621x gelesen, veröffentlicht am 29.01.2008)
(0 Leser-Kommentare vorhanden)

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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Borderline
  • Give me more
  • Try to push it
  • Man overboard
  • Accident
  • Road kill
  • Wasteland
  • No halo
  • Image
  • Make a mess

Besetzung:

  • Gesang - Anja Birgell
  • Gitarre - Marie Eklund
  • Schlagzeug - John Ericson

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