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Anuk - Der Weg des Kriegers: Soundtrack (Review)

Artist:

Anuk - Der Weg des Kriegers

Anuk - Der Weg des Kriegers: Soundtrack
Album:

Soundtrack

Medium: CD
Stil:

Soundtrack

Label: Locomotive Records
Spieldauer: 46:02
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Eine CD der Marke "Was soll das denn?" oder "Das ist mal ein langes Intro"...

Ich habe den Film des Schweizer Multikünstlers Luke Gasser, der bei Anuk als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion agierte, bis auf einen kurzen Trailer auf der letzten DORO-CD bisher nicht gesehen und kenne auch niemanden, der jemanden kennt, der den Film kennt, weiß auch gar nicht, ob der schon bei uns gelaufen ist oder jemals laufen wird, gehe jetzt aber einfach mal stark davon aus, dass wir es nicht unbedingt mit einem Blockbuster zu tun haben. Stellt sich also schon mal die Frage nach der Erfordernis eines Soundtracks. Aber okay, solange die Musik stimmt...

Die Story des Films dreht sich um ein indianisches Bergvolk in der Bronzezeit, das sich kriegerischer Horden erwehren muss. Da bedarf es natürlich der Hilfe der Geister und diese werden dann von Beginn an ausführlich beschworen. Die mystischen Indianerklänge wirken dabei anfangs in Erwartung eines Intros noch kurz interessant, da sie aber kein Ende nehmen und sich durch die komplette Platte ziehen, fangen sie schon bald mächtig an zu nerven. Gemächliche Soundspähren vermischen sich mit Klängen der Natur (wie dem Rufen des Adlers oder dem Heulen des Windes) und da man es damals bekanntlich noch nicht so mit dem Sprechen hatte, läuft das Ganze erstmal (und letztlich auch überwiegend) textfrei ab. Selbst unsere Düsseldorfer Metal Queen, die man im Film im Urzeitkleid bewundern darf, versucht uns bei "Meha´s Song" und "The Quest" mit Stimmbanddehnungen in Trance zu versetzen. Komm mir jetzt bitte keiner mit Weltmusik oder esoterischer Kostbarkeiten: Das hört sich ohne visuellen Zusammenhang niemand dauerhaft oder wiederholt an, höchstens beim Yoga. Nervfaktor der höchsten Stufe.

Erst Track Nr.5 namens "On My Own" ist ein vollwertiger Song, und der ist dann auch gar nicht mal so übel. Das Duett von Doro und KROKUS-Fronter Marc Storace, der sich im Film ebenfalls den Lendenschurz umwickelt, macht die Halbballade zur ersten genießbaren Rocknummer. Das war es dann aber auch schon fast mit den Wertigkeiten. "Warrior Soul" ist hinreichend vom gleichnamigen DORO-Album bekannt, und die später noch zu findende verkürzte Akustikversion wirkt ziemlich lieblos runtergespielt. Dazu kommen mit "The Edge Of The World" und "Hand To Hold" lediglich noch zwei richtige Lieder. Letzterer ist allerdings ziemlich belanglos, und der Zehnminüter zermürbt bei Überlänge mit seinem monotonen Rhythmus. Wer bei diesen Nummern den weiblichen Gesangspart übernimmt (Doro ist es nicht) kann ich übrigens nicht sagen, da sich das Info darüber ebenso ausschweigt, wie bei der Nennung der beteiligten Instrumentalisten. Die Gitarre habe ich aus der Vermutung heraus einfach mal dem Initiator zugeordnet.

Nach weiterem Gedröhne kommt es ganz am Ende noch zu einem kurzen Gespräch unter Ur-Männern. Die Übersetzung könnte lauten: "Hörst Du Dir diesen Quatsch nochmal an?" "Nö, da geh ich lieber Pfeile basteln."

FAZIT: Absolut überflüssig!

Lars Schuckar (Info) (Review 4135x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 3 von 15 Punkten [?]
3 Punkte
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Tracklist:
  • Song To The Spirits
  • Path Of The Warrior
  • The Hunt
  • Meha´s Song (Dirge Version)
  • On My Own
  • Battlefield Theme
  • Warrior Soul
  • The Edge Of The World
  • Meha´s Song
  • The Call
  • Hand To Hold
  • Warrior Soul (Acoustic Version)
  • The Quest

Besetzung:

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