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Impaled Nazarene: Manifest (Review)

Artist:

Impaled Nazarene

Impaled Nazarene: Manifest
Album:

Manifest

Medium: CD
Stil:

Extrem-Metal

Label: Osmose/Twilight
Spieldauer: 50:29
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Die älteste Band des Labels schließt einem schwächeren Vorgängeralbum nun erneut ein ihrem eigenen Standard entsprechendes Album an, das es sich zwischen Death, Black und Crust-Punkigem ungemütlich macht.

Fast ist man geneigt, IMPALED NAZARENE des verfrühten Pulververschießens zu bezichtigen, denn das Tripel „The Antichrist Files“, „Mushroom Truth“ und „You Don´t Rock Hard“ überbieten sie mit den sich anschließenden Stücken nicht mehr. Die hier hörbare Mischung aus cracksüchtigen Motörhead, primitivem Black- und Death Metal sowie archaischem Thrash der Sodom-Kategorie ist der Stoff, der die Finnen eigentlich schon lange hätte groß machen sollen – wären da nicht ihr provokantes Auftreten und die Verweigerung von rektaler Anbiederung bei denen, die Erfolg versprechen und dann nichts halten als ihnen aufgesessene, nunmehr verwässerte Bands an der kurzen Leine. Das mag man nun als Pseudo-Underground-Verfolgungswahn sehen, doch das Resultat wäre ohne diese Sicht der Dinge bei Mika L. und Freunden nicht so einnehmend.

Dies gilt jedoch mit der Einschränkung, dass die Versuche differenzierter Songkreationen nicht gänzlich überzeugen. Episch Angedachtes wie das Schlussstück „Dead Return“ oder das doomige „Funeral For Despicable Pigs“ gerät dann etwas langatmig, was andererseits für manchen Hörer auch den Reiz der Band ausmacht – die Abwechslung zur Vordergründigen Getriebenheit. Die unverminderte Unberechenbarkeit der Gruppe ist jedoch generell ansprechend und gestaltet auch ein 50 Minuten langes Album variabel und fesselnd genug. Die Vocals sind herrlich angepisst, aber dennoch verständlich – was haben diese Finnen bloß immer mit dem Fuck, und wieso klingt der Beginn von „Planet Nazarene“ nach True Metal?

Highlights sind neben den erwähnten ersten Stücken noch das bienenschwarmriffende „Blueprint“ sowie der neuerliche „Goat“-Song. Dazwischen verzücken in den beliebigeren Stücken immer wieder die flotten Leads und Soli, die man den ehemaligen Simpelschwarzen IMPALED NAZARENE zu Karrierebeginn nie zugetraut hätte.

FAZIT: Man weiß, was man an den Finnen hat und kann sich nach leichtem Durchhänger wieder an Schrot hoher Qualität erfreuen. Zwischen Crust und Black Metal gibt es nichts Besseres als IMPAELD NAZARENE, solange niemand anders die Scharte weniger zwingender Midtempo- und ausschweifender Stücke auswetzt. Kompakt geht nach wie vor am besten.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2459x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Intro – Greater Wrath
  • The Antichrist Files
  • Mushroom Truth
  • You Don´t Rock Hard
  • Pathogen
  • Pandemia
  • The Calling
  • Funeral For Despicable Pigs
  • Planet Nazarene
  • Blueprint For Your Culture´s Apocalypse
  • Goat Justice
  • Die Insane
  • Original Pig Rig
  • Suicide Song
  • When Violence Commands The Day
  • Dead Return

Besetzung:

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