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Shah-Mat: Upstream (Review)

Artist:

Shah-Mat

Shah-Mat: Upstream
Album:

Upstream

Medium: CD
Stil:

Alternative Rock

Label: YeaYeaYeah Records
Spieldauer: 43:11
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Frauenstimmen sind im harten Rockbereich immer noch mehr als gefragt, und so wollen auch die Belgier SHAH-MAT mit Stephanie Vondenhoff am Gesang überzeugen. Auch wenn das Infoblatt sich bemüht, große Namen aufzuzählen, hat man mit den bekannten Bands nichts gemeinsam. Man bietet weder Gothic Rock, noch bombastischen Metal mit Klassikeinflüssen, stattdessen setzt man auf eine Stilmischung, wie sie vor allem in den Neunzigern modern und "hip" war. Hier treffen Alternative Rock und Nu-Metal aufeinander, mit "ätherischen und heftigen Klängen" will die Band uns begeistern.

Leider sieht die Realität etwas anders aus. Einfachste, dumpfe Nu-Metal-Riffs treffen auf Kindergarten-Programming, meist bestehend aus harmlosen Streichersounds. Wirklich groovig ist man auch kaum, das Drumming wirkt eher behäbig, und die rumpelnde Produktion hilft nicht wirklich weiter.

In den besten Momenten, wie dem wenigstens etwas eingängigen "Love You Alive" erinnert man an Bands wie SKUNK ANANSIE, ohne jedoch deren Qualität zu erreichen. Die meisten Songs entfalten leider auch keinerlei Hitpotential. Stephanie Vondenhoff kann auch nicht mit einer ausdrucksstarken Sängerin wie Skin mithalten. Die meiste Zeit singt sie melodisch, aber nicht besonders kraftvoll. Sie erinnert ein ums andere Mal eher an SHAKIRA, inklusive der typischen Seufzer und sich überschlagender Töne. Möglicherweise sind auch einige der von mir als männlichem Gastgesang gedeuteten Passagen von ihr, zumindest soll sie auch aggressiv singen können. Die Männerstimmen steuern nur einzelne Passagen bei, diese klingen entweder dezent Rap- oder auch mal Reggae-mäßig oder bieten ein bisschen Geschrei. Ab und zu versucht man sich atmosphärisch oder fast psychedelisch. Das soll wohl hypnotisch wirken, klingt aber eher langweilig.

Die Gitarren bieten fast keine Leads oder gar Solos. Abgesehen von ganz wenigen interessanten Momenten, wie dem Abschlussriff bei "Hit My Soul" oder den leicht orientalisch angehauchten Läufen bei "Don´t Blame", werden nur simple und tiefergelegte Akkorde angeschlagen. Das klingt auf Dauer einfach zu eintönig, da auch sonst nichts in der Musik passiert. Einzig die akustischen Passagen und Songs wie das treibende "Creed" oder "Shadow Puppet" lassen etwas aufhorchen, ohne allerdings wirklich zu begeistern. Ansonsten bietet man kaum Dynamik, höchstens "Children" rockt mal ordentlich.

Der Abschlusstrack "Women In Chains" verbreitet dann gar dezente Country- und Western-Atmosphäre, und passt damit auch nicht so recht ins Bild. Überhaupt wirkt das alles etwas unentschlossen, will man nun aggressiven Nu-Metal bieten oder doch eher atmosphärischen Alternative Rock? Möchte man psychedelisch davonschweben oder lieber ordentlich losrocken? SHAH-MAT machen irgendwie nichts davon konsequent, und so kann man auch in keinem Aspekt richtig überzeugen.

FAZIT: Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Band auf einer Bühne durchaus überzeugen mag, wenn sie losgelöst aufspielen und energischer zu Werke gehen kann. Nicht umsonst enthält das Debüt eine zusätzliche DVD (die mir nicht vorlag) mit einigen Live-Tracks. Auf "Upstream" wirkt die Band allerdings gebremst und unentschlossen, das Songwriting kann ebenso wenig wie die Produktion oder Performance überzeugen. Ich wage zu behaupten, dass eine solche Platte selbst in der Hochphase dieser Art von Musik keinen interessiert hätte.

Daniel Fischer (Info) (Review 1905x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 4 von 15 Punkten [?]
4 Punkte
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Tracklist:
  • Sad Song
  • Love You Alive
  • Don´t Spit Your Hate
  • Bereft
  • Resurgence
  • Children
  • Don´t You Forget
  • Creed
  • Hit My Soul
  • Shadow Puppet
  • Don´t Blame
  • Women In Chains

Besetzung:

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