Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Angel Blake: The Descended (Review)

Artist:

Angel Blake

Angel Blake: The Descended
Album:

The Descended

Medium: CD
Stil:

Rockiger Metal

Label: Rockiger Metal
Spieldauer: 46:36
Erschienen: 26.05.2008
Website: [Link]

ANGEL BLAKE haben nach wie vor keinen Stich gegen die letzten Werke von The Crown, bei denen bekanntlich Saarenpää und Tervonen mitgemacht haben. Andererseits verbietet sich der Vergleich zwischen energischem Schroten und dem unaufgeregt groovenden Metal-Rock-Gemisch der Schweden.

Unstreitbar hat die Songwritingschmiede ihr Feuerchen noch brennen, denn was Eingängigkeit und schlüssige Komposition betrifft, müssen ANGEL BLAKE nicht zurückstecken. Leider muss man ihnen aber den Vorwurf machen, weit weniger originelle Musik zu spielen, die auch gar nicht an die Intensität des ehemaligen Beschäftigungsfeldes heranreicht. Den Formatsongs “Again” oder “Alone” (allein bereits diese Titel versprechen alles und nichts) geht jedweder Rotz ab, und zudem bleiben sie zwar fix in den Ohren, verschwinden aber schon bald wegen der fehlenden Einzigartigkeit in der Bandausrichtung in die Jagdgründe des Nichtschlechten wie Nichtherausragenden. Tobias Jansson verfügt über eine warme Stimme, die den klar nach Stückwerk tönenden Songs (bei aller Schlüssigkeit: eine verschwitzt rockende Band klingt anders) etwas Heimeligkeit verleiht, doch sollte Bandchef Tervonen ernsthaft in Erwägung ziehen, hungrige Novizen um sich zu scharen.

Christian Älvestam wirkte beim Debüt der Gruppe mit und gibt eine Steilvorlage zum Deutungsversuch der Musik von ANGEL BLAKE: So wie der Hansdampf viele Projekte unterhält, die ein gewisses Qualitätsniveau nicht unterschreiten, so verhält es sich auch mit Tervonens Ideenwelt - man hat nicht den Eindruck, dass er diese Musik aus einem inneren Drang heraus zockt, sondern nur Ideen verwertet, die zufällig diesem Klangbild entsprechen. Den Rest hat er mit der heißen Nadel krampfhaft um diese Schnipsel aufgebaut, um Alben zu füllen, die niemandem schmerzen, was im Metalbereich ja eher weniger als Kompliment aufzufassen ist. Vergleichbare Truppen wie Mustasch haben definitiv ob ihrer echten Leidenschaft für diesen Sound - bisweilen nicht ohne Melancholie - die Nasen vorn.

FAZIT: ANGEL BLAKEs neues Album ist keine verfehlte Wahl, wenn man auf rockigen Metal steht, zumal viele ähnliche Bands - etwa spätere Sentenced - bereits die Waffen gestreckt haben. Dass man sich mit den Schweden aber einen eher durchschnittlichen Vertreter ins Haus holt, sei ausdrücklich gesagt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3262x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Anywhere But Here
  • Defenseless
  • Again
  • When All The Lights Are Out
  • Alone
  • Wasn‘t Meant To Last
  • In Silence - Augerum
  • The Descended
  • Silent Voice
  • You‘ll Never Need To Feel Again

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!