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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Saattue: Jäähyvästi (Review)

Artist:

Saattue

Album:

Jäähyvästi

Medium: CD
Stil:

Doom

Label: Spinefarm/Soulfood
Spieldauer: 50:59
Erschienen: 07.03.2008
Website: [ Link ]

Saattue: Jäähyvästi

Mal wieder was Besseres aus dem Hause Spinefarm. Ein wenig Doom, noch weniger Folk, viel Gesang und finnische Melancholie - Klischee? Nicht unbedingt.

Gesanglich erinnern SAATTUE an eine weniger powermetallische Version der Isländer Tyr, vor allem was die Arrangements der cleanen Vocals betrifft. Growls und Frauengesang sind Marginalien, die die Band dennoch in ihren geographischen Kontext einordnen, aber nicht zum Goth-Doom-Klischee führen. Oftmals sind ihre Stücke ausladend, ohne progressiv sein zu wollen. Man lässt sich eben im klassischen Doom-Stil Zeit, wobei man durchaus auch bei Gothic-Anhängern auftrumpfen kann, die sich nicht unbedingt die Finger lackieren müssen, sondern einfach nur melancholische Musik hören möchten.

Die klingt dann auch relativ unverbraucht und weder mit Zuckerstückchen (die Keyboards tragen nicht, sondern unterstützen, und selbst das nur vereinzelt), noch landestypisch aufgesetztem Rock‘n‘Roll-Rotz angereichert. Vielmehr handelt es sich bei SAATTUE um edle Feelingmucke, die gleichzeitig anmutig und ausreichend eckig daherkommt. Hier plätschern die Tausend Seen ausnahmsweise mal nicht vor sich hin.

FAZIT: SAATTUE bieten ohne Stereotypen alles, was Dark-Doomern gefällt und von Sachen wie Swallow The Sun bis Begräbnis- oder Dröhn-Bands vergällt wird: Zug nach vorne und Schlüssigkeit, aber immer noch bleierne Schwere, gleichwohl mit Lichtpunkt am verhangenen Horizont.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1143x gelesen, veröffentlicht am 02.03.2008)
(0 Leser-Kommentare vorhanden)

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Ikiuneen
  • Vieraaseen multaan
  • Luutarhuri
  • Hyiseen veteen
  • Jäähyvästi
  • Kaaosmaa
  • Varjojen saattue

Besetzung:

  • Bass - Sami Lahtinen
  • Gesang - T. Koskinen
  • Gitarre - Tero Kalliomäki, Hapa, Jani Koskela
  • Keys - Tero Kalliomäki
  • Schlagzeug - T. Koskinen

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