Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Fatum Elisum: Fatum Elisum (Review)

Artist:

Fatum Elisum

Fatum Elisum: Fatum Elisum
Album:

Fatum Elisum

Medium: CD
Stil:

Doom Death

Label: Aesthetic Death
Spieldauer: 54:08
Erschienen: 25.09.2009
Website: [Link]

Ataraxie und Esoteric werden als Vergleiche herangezogen; mit in den Sack könnte man auch ältesten Black Metal à la Hellhammer stopfen. FATUM ELISUM spielen spärlich melodischen Todesdoom, dessen Gesang einige Ausreißer unter klare Firmamente zulässt.

Ansonsten ist die Welt des Quintetts in tiefes Schwarz gehüllt. Ende erbricht sich meist oder kreischt verzweifelt; besagte Old-School-Schwärze tritt immer dann zu Tage, wenn die überlangen Stücke zu traben beginnen, was wohlweislich selten geschieht. An den Riffs und gedehnten Leads ist wenig Bemerkenswertes, doch die Tragik der Lyrics - unter anderem verwurstet man gar Francois "Erdbeermund" Villon - kommt durch die Musik bestens zur Geltung. Statt galligen Hass zu speien, beschränken sich FATUM ELISUM auf Trauerbekundungen, die bei aller Selbstfokussierung nicht so wehleidig sind, als dass man sogenanntem Gothic-Doom in die Falle gehen würde. Wären My Dying Bride nicht verkappte Romantiker, klängen sie vielleicht wie diese Franzosen hier, die im Umkehrschluss die Experimentierfreude und songschreiberischen Fähigkeiten der Briten aufgreifen könnten, denn bei aller Mühe und Abkehr vom völligen Minimalismus variieren FATUM ELISUM ihre kompositorische Rezeptur zu wenig, als dass man als Nicht-Szeneinterner immer wieder zu dieser Platte greifen würde.

Wenn einzig die vordergründig melodiösen Parts hervorstechen gilt es, an markanten Riffs zu arbeiten und mehr Hooks einzubauen - auch wenn man in erster Linie die Stimmungskarte ausspielen möchte ... merke nämlich: Intensität kann auch schlüssig gestrickt werden, und viel (Songlänge) hilft nicht immer viel (Langzeitwirkung). Das den Bandnamen tragende Stück ist der Gruppe am besten gelungen; in den französischen Parts vor klagenden Harmonien kann einen in sentimentalen Momenten durchaus eine Gänsehaut heimsuchen. Die Klammer aus Intro- und Outro-Beschwörung ist eher unnütz.

FAZIT: FATUM ELISUM machen sich nicht nass, müssen aber noch einiges lernen, um mit ihrem angemessen inszenierten, gespielten und produzierten Doom zu den Kings unter den etwas schmutzigeren Vertretern des Stils aufzuschließen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2405x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Eli Eli
  • In Vain
  • Phantom
  • Fatum Elisium
  • Dancer of Spirals
  • Lama Sabachthani

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich um keine Farbe: rot, gelb, blau, sauer

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!