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Chad Smith's Bombastic Meatbats: Meet The Meatbats (Review)

Artist:

Chad Smith's Bombastic Meatbats

Chad Smith's Bombastic Meatbats: Meet The Meatbats
Album:

Meet The Meatbats

Medium: CD
Stil:

Jazz Rock

Label: Warrior Records
Spieldauer: 66:13
Erschienen: 02.10.2009
Website: [Link]

CHAD SMITH'S BOMBASTIC MEATBATS: Allein dieser Bandname verdeutlicht, dass es sich bei den "bombastischen, schlaffen Penissen" um ein bombastisches Spass-Projekt von "Hühnerfuß" Chad Smith handelt. Nach eigenen Angaben hatte dieser Jeff Kollmann (Guitars), Ed Rogh (Keys) und Kevin Chown (Bass), nachdem man bei der diesjährigen NAMM-Musikmesse in L.A. beim ersten Gig gewaltigst abgeräumt hatte, einfach in sein Strandhäuschen in Malibu eingeladen und gemeinsam schrieb man die Mehrzahl der elf Songs in nur zwei Tagen. Genauso entspannt ging es im Studio zu. Nach einem Tag waren bereits fünf Songs im Kasten. Die Herangehensweise war dabei sehr locker: Das Meiste wurde direkt live eingespielt, vieles kam so völlig spontan in die Aufnahmen und wurde für gut befunden. Produziert wurden von den Vieren zusammen mit Jono Brown, der für das Mastern und Mixen verantwortlich zeichnet. Das fertige Endprodukt ist lupenreiner "old school" Jazzrock und ich verwende hier ganz bewusst nicht diesen neumodischen Begriff "Fusion". "Meet The Meatbats" klingt prickelnd aufregend, voller verspielter Ideen, manchmal flippig, manchmal melodisch, aber niemals nach der allseits gefürchteten "Fahrstuhl-Mucke", zu der der gute, alte Jazzrock degenerierte.

Gleich das Intro zu "Need Strange" zeigt, wo der Hase hinzulaufen gedenkt: Ein Hohner Clavinet perlt derart "funky", dass man glaubt, der gute, alte HERBIE HANCOCK sei am Werk. Erinnerungen an die Heydays des Jazzrocks in den 70ern werden wach. Vor allem Keyboarder Ed Rogh setzt wichtige Akzente, die von CHICK COREA und JOE ZAWINUL beeinflusst scheinen. Gitarrist Jeff Kollmann spielt sehr bissig und greift ein ums andere mal den "funky groove" Roghs dankbar auf. Er erinnert zeitweise an den frühen LEE RITENOUR, als dieser sich noch nicht im Fahrstuhl-Gesülze hoffnungslos verstrickt hatte - also sehr rockig und melodiös. JACO PASTORIUS kommt einem beim Studium der Kevin Chown'schen Basslinien in den Sinn. Ja, und Chad Smith, der Red Hot Chili Pepper und Chickenfoot, drischt in einer geradezu filigranen Art und Weise in die Felle, die höchsten Respekt abnötigt und BILLY COBHAM zur Ehre gereicht hätte. Cobhams geniales "Stratus" von dessem bahnbrechendem 1973er "Spectrum" wird dann auch als Live-Bonus-Track -bei der NAMM aufgezeichnet- in einer absolut überzeugenden Weise interpretiert.
Die elf Instrumentals jetzt einzeln aufzudröseln macht wenig Sinn. Die Jungs bedienen sich der gesamten stilistischen Bandbreite, bringen Elemente von klassischem Rock, von Funk und R&B, ja selbst orientalische Einflüsse in ihren Jazz ein. Mal rau, wild und flippig - mal funky groovend - mal entspannt, aber niemals langweilig!

FAZIT: CHAD SMITH'S BOMBASTIC MEATBATS ist -wie bereits gesagt- ein anspruchsvolles Jazzrock-Album gelungen, das ohne weiteres auch in den 70ern hätte erscheinen können. Wer mit den oben genannnten Referenzkünstlern etwas anzufangen weiß, wird mit "Meet The Meatbats" ganz sicher bestens bedient werden.

Steve Braun (Info) (Review 2740x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Need Strange
  • The Battle For Ventura Blvd.
  • Oh! I Spilled My Beer
  • Tops Off
  • Death Match
  • Night Sweats
  • Pig Feet
  • Lola
  • Bread Balls
  • Into The Floyd
  • Status Spectrum (Live Bonus Track)

Besetzung:

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