Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Elis: Catharsis (Review)

Artist:

Elis

Elis: Catharsis
Album:

Catharsis

Medium: CD
Stil:

Gothic Metal

Label: Napalm Records
Spieldauer: 48:52
Erschienen: 27.11.2009
Website: [Link]

Catharsis“ stellt für ELIS und die „neue“ Sängerin Sandra Schleret das erste gemeinsame Album nach dem tragischen Tod von Sabine Dünser im Jahre 2006 dar. Zwar war man in dieser Besetzung in den letzten drei Jahren bereits einige Male auf Tour und veröffentlichte auch die EP „Show Me The Way“, nun jedoch gibt es erstmals neue Kompositionen in dieser Konstellation zu hören. „Catharsis“ wird demzufolge stark durch Sandra Schleret geprägt, die auch das sehr persönliche Grundkonzept beisteuerte, welches auf ihren Erfahrungen während einer schweren und langwierigen Erkrankung beruht. Musikalisch zeigt das neue Werk jedoch weniger einen Umbruch, als vielmehr eine natürliche Entwicklung. Die Band geht den bisher eingeschlagenen Weg konsequent weiter, soll heißen: Mit jedem Album gibt es weniger Gothic und dafür mehr Metal zu hören. So schließt man mit groovigen Stakkato-Riffs und heftig bratenden Gitarren stellenweise fast zu Bands wie MASTERPLAN und NOCTURNAL RITES auf. Treibende Songs wie „Core Of Life“, „Twinkling Shadow“ oder „Firefly“ könnte man eher als modernen Melodic Metal mit weiblichem Gesang bezeichnen, was noch durch die positiv stimmenden Melodien verstärkt wird, von Gothic kaum eine Spur. Einflüsse aus dieser Richtung finden sich eher indirekt, so werden häufig orientalisch wirkende Gesangsmelodien eingesetzt, die für eine gewisse Mystik sorgen, ebenso gibt es immer wieder kleine Klavierläufe und düstere Orchestrierungen zu hören. Leider greift man auch vermehrt auf den für dieses Genre typischen Wechselgesang mit Growling zurück, Bassist Tom Saxer grunzt öfters als früher ins Mikro. Das mag zwar zu den deutlich aggressiveren Stücken passen, klingt aber heutzutage einfach zu gewöhnlich, als dass man sich dadurch besonders hervorheben würde.

Fans des Gothic Metal brauchen jedoch keine Angst zu haben, trotz starker Metal-Schlagseite gibt es immer noch genügend düsteres, stimmungsvolles Material, nur eben etwas härter und oft auch rockiger umgesetzt. Das schwere, getragene „Warrior’s Tale“ und besonders die beiden deutschsprachigen Songs sorgen für die nötige Abwechslung und dunkle Atmosphäre, und mit „Rainbow“ gibt es auch noch eine wunderschön gefühlvolle, melancholische Ballade zu hören.

Sandra Schlerets variable Stimme passt perfekt zu der Ausrichtung von „Catharsis“, kann sie doch sowohl kraftvoll und intensiv singen, als auch sehr gefühlvoll oder vereinzelt sogar lieblich wie ihre Vorgängerin. Wobei ihre Stimme bei Tracks mit deutschen Texten wie „Das kleine Ungeheuer“ noch besser zur Geltung kommt und gerade dort wirklich einzigartig und besonders packend klingt (was sich auch bei ihrer anderen Band SIEGFRIED bestätigt). Das dürften ELIS in Zukunft gerne noch ausbauen. Aber auch bei anderen Stücken, wie etwa dem rockigen „Mother’s Fire“, kann sie mit viel Ausdruck und Abwechslung überzeugen, von hohen Klargesängen über den kraftvollen, fast rauen Refrain bis hin zu sanften Zwischentönen.

FAZIT: Obwohl man die Band im Gesamtbild sicher noch diesem Genre zuordnen kann, sind ELIS mit „Catharsis“ dem reinen Gothic Metal entwachsen. Vielmehr präsentiert man sich als vielseitige, moderne Metal-Band mit herausragender Sängerin und nimmt sich aus den verschiedenen Sub-Genres die Elemente heraus, die zu den jeweiligen Songs passen. Zwar fehlt es dem einen oder anderen Stück ein wenig an Durchschlagskraft oder Eingängigkeit, aber auch in diesem Punkt haben sich ELIS gesteigert, können einige mitreißende Hits verbuchen und mit „Catharsis“ ein durchweg gelungenes Album vorlegen.

Daniel Fischer (Info) (Review 4330x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Core Of Life
  • Twinkling Shadow
  • Warrior's Tale
  • Des Lebens Traum, des Traumes Leben
  • I Come Undone
  • Firefly
  • Morning Star
  • Das kleine Ungeheuer
  • Mother's Fire
  • Rainbow
  • The Dark Bridge

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Funatthefuneral
gepostet am: 29.01.2010

User-Wertung:
5 Punkte

Mittelmäßige Songs, eine Sandra Schleret, die bei "Dreams Of Sanity" schon mittelmäßig war... und und und....
Kein Song, wo man nicht im Hinterstübchen eine "größere" Band ausmacht!
Die deutschen Titel sind noch dazu absolut lächerlich, sowohl musikalisch als auch textlich!
Gut, im Gegensatz zur total identitätslosen verstorbenen Sängerin Dünser (man möge mir die grobe Wortwahl verzeihen, aber die hatte echt keine große Stimme) kann die Schleret 'ne Oktave draufpacken, die mittelmäßigen Songs macht sie aber auch nicht wett!

Fazit: Mit Gothic-Metal hat das kaum was zu tun, für diese Richtung ist immer noch das Meisterwerk von "Tears Of Magdalena" zuständig. Wer sich mit denen messen will, muß schon andere Geschütze auffahren!!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vierunddreißig minus zweiundzwanzig sind?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!