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Hibria: The Skull Collectors (Review)

Artist:

Hibria

Hibria: The Skull Collectors
Album:

The Skull Collectors

Medium: CD
Stil:

Power Metal / Speed Metal

Label: Remedy Records / Pain Inc.
Spieldauer: 49:40
Erschienen: 20.03.2009
Website: [Link]

Dies ist der zweite Schlag der Brasilianer nach dem positiv bedachten „Defying The Rules“ aus dem Jahre 2004. Stilistisch hat man keine Quantensprünge gemacht, aber immerhin ist „The Skull Collectors“ eine klare Weiterentwicklung anzuhören. HIBRIA schlagen auf ihrem neuesten Werk einen deutlich aggressiveren Weg ein, das Material hat an Komplexität gewonnen. Letztlich bleibt das Quartett seinen Wurzeln aber treu: Geboten wird nämlich immer noch technischer Hochgeschwindigkeits-Power-Metal, der die Melodiösität früherer HELLOWEEN verbindet mit der „Hummeln-im-Arsch“-Attitüde der Extrem-Frickler von DRAGONFORCE und der Härte bekannter Thrash-Größen.

HIBRIA sind Präzisionsweltmeister – auch wenn das in Zeiten moderner Studiotechnik nicht immer den tatsächlichen spieltechnischen Stand einer Band repräsentieren muss. Das Schlagzeug hämmert mit roher Gewalt, unbändige Riffgewalten und flirrende bis melodische Gitarrenparts ersticken jede potentielle Soundlücke bereits im Keim, während klar herauszuhörende Basslinien quirlig im Hintergrund tanzen. Sänger Iuri Sanson bewegt sich immerzu am Limit mit seinem genretypischen Hochton-Organ. Im Gegensatz zu einigen anderen Schreihälsen trifft Sanson jeden Ton und reduziert so den Nervfaktor seiner Gesangslinien ganz beträchtlich. Eingängig sind HIBRIA zweifelsohne, aber ohne jeglichen Tralala-Faktor, der Bands wie RHAPSODY teils zu bitterster Realsatire verkommen lässt. Für die unbeliebte „Happy Metal“-Schublade sind die Brasilianer einen Tick zu düster und brutal, was „The Skull Collectors“ in Anbetracht der spieltechnischen Brillanz auch für DREAM THEATER und REDEMPTION-Fans interessant machen dürfte.

FAZIT: Hochenergetischer Power Metal ohne Balladen-Alarm, der keine Originalitätspreise gewinnt, aber durch einen leidenschaftlichen Vortrag, weitestgehende Kitsch-Abstinenz und halb-progressives Songwriting durchaus mitzureißen versteht. Das ständige Vollgasgeben kann mit der Zeit ermüden – wenn es HIBRIA schaffen, auf ihrem nächsten Werk ein paar langsamere Parts schlüssig in ihren Speed-Orkan zu integrieren, dann sind die Brasilianer noch für größere Taten bereit.

Nils Herzog (Info) (Review 2345x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Tiger Punch
  • Reborn From The Ashes
  • Screaming Ghost
  • Sea Of Revenge
  • The Anger Inside
  • Devoted To Your Fear
  • The Skull Collectors
  • Burning All The Flags
  • Wings Of Wax

Besetzung:

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