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Touch The Spider: I Spit On Your Grave (Review)

Artist:

Touch The Spider

Touch The Spider: I Spit On Your Grave
Album:

I Spit On Your Grave

Medium: CD
Stil:

Doom Rock

Label: Whereareyoufrom Records / Eigenvertrieb / Hellion
Spieldauer: 97:04
Erschienen: 04.02.2009
Website: [Link]

Gibt eine Band selbst Anspieltipps, lässt sie bestimmte Stücke bereits außen vor... Warum nimmt man Doppelalben auf, wenn man vom Gesamteindruck nicht überzeugt ist? - TOUCH THE SPIDER veröffentlichen einen netten Zweierdigipack mit viel Musik für die dunklen Tage, die voller guter Ansätze steckt. Statt aber nur fast zu Ende gedachtes Material in Hülle und Fülle bereitzustellen, hätte man besser kompositorisch und klanglich eine Verdichtung und damit auch höhere Güte der Songs erreicht.

Den Sound mag man je nach Vorliebe passend kratzig oder unterproduziert finden, und den Gesang entweder folgerichtig an die kruden Vorbilder angelehnt oder schlicht schwachbrüstig bis unenthusiastisch. "Where Are You From" ist flotter Waverock, und in diesem Feld hält sich die Band vornehmlich auf, jedoch ohne Kitschgothic-Touch. Es ist kein Lippenbekenntnis, wenn TOUCH THE SPIDER sich selbst von altem Okkultrock und den britischen Initiatoren des Genres inspiriert sehen. "Graven Image" weicht mit seinen Hau-Ruck-Riffs die Grenze zwischen Schwermütigkeit und mehr Härte auf. TOUCH THE SPIDER widerholen sich innerhalb ihrer Stücke - positiv monoton oder negativ langatmig. "Make Me Sick" lässt noch am ehesten alten Doom der Marke Pentragram anklingen, wovon die Band selbst als Ankerpunkt spricht. Die Qualität und das Feeling lassen in der Hinsicht zu wünschen übrig, aber nur wenige Gruppen erreichen dies ohne weiteres. TOUCH THE SPIDER stehen konträr zum Mainstream (auch kein Lippenbekenntnis) und lassen in ihrer Nische auf Größeres hoffen. In Deutschland gibt es wenige Bands, die so authentisch und unaffektiert diesen Sound spielen - keine Experimente, aber gleichförmig möchten TOUCH THE SPIDER auch nicht sein. Dies gelingt ihnen als Songwriter bereits mehr als nur ansatzweise. Wie gesagt. Die Zukunft könnte Blendendes bereitstellen, wenn sie weiter an sich arbeiten.

Vielleicht sollten die beiden Menschen hinter den Künstlernamen ihre Artistenhölen zu Gunsten einer vollzähligen Band aufgeben und damit Verbesserungen ihrer Potential aufweisenden Musik zulassen. Über die Doppelalbum-Distanz, und das ist ein gutes Zeichen, unterschreitet nichts eine bestimmte Qualitätsmarge, denn selbst die hintere Ecke der zweiten CD hat noch das eine oder andere gute Riff und feine Hooklines in petto. Dies ist es auch, worum es vornehmlich geht, denn TOUCH THE SPIDER sehen sich gerechtfertigterweise als Songwriter. Es ist nicht so, dass die Multiinstrumentalisten ihr Mehrfach-Tasking nur amateurhaft absolvieren, denn die Gitarren etwa beschränken sich keineswegs nur auf dumpfe Riffkopien; feine Akustikparts und Soli gibt es gratis dazu, aber das Hauptanliegen ist die Idee und der Song. Diese Richtung gilt es in Zukunft weiter zu verfolgen.

FAZIT: "I Spit On Your Grave" bietet keine Ausschussware, doch bei so viel Material lässt sich der Eindruck von Willkür nicht entkräften. Als Do-It-Yourself-Erzeugnis steht dieses Album national für sich, und international gibt es wenige Gruppen abseits der gehypten "Retro"-Welle, die derart Hoffnung verbreiten (nicht vom Sound her, sondern auf die Eigene Entwicklung). Fans von Saint Vitus eher noch als die von Joy Division sollten die Band kontaktieren und supporten!

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3157x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • CD1
  • Circle Of Lies
  • Where Are You From
  • Don't Call Me Mad
  • Graven Image
  • Back From The Dead
  • Make Me Sick
  • Spit On Your Grave
  • Cruel And Mean
  • Blues For Nicole
  • Worlds Collide
  • Since You Are Gone
  • Six Feed
  • House Of Shame
  • -
  • CD2:
  • Abra Macabra
  • You Are Not Alone
  • The Sense Of Life
  • Wicked Wench
  • Shades Of Grey
  • You Know
  • Street Cleaner
  • Tears Don't Lie
  • Can You Hear Me
  • Sabbath Of Blood
  • No Fear
  • Watch Me Bleed
  • Motel Room
  • Premonition
  • Gloomy Sunday

Besetzung:

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