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Charred Walls Of The Damned: Charred Walls Of The Damned (Review)

Artist:

Charred Walls Of The Damned

Charred Walls Of The Damned: Charred Walls Of The Damned
Album:

Charred Walls Of The Damned

Medium: CD
Stil:

Power Metal

Label: Metal Blade Records
Spieldauer: 35:45
Erschienen: 29.01.2010
Website: [Link]

Nachdem sich Ausnahmedrummer Richard Christy in den letzten Jahren hauptsächlich auf seine Karriere als Komiker und Radio-Moderator konzentrierte, scheint er jetzt wieder richtig Lust auf Metal zu haben. Nicht nur trommelt er auf dem Debütalbum seines neuen Projekts CHARRED WALLS OF THE DAMNED wie entfesselt, als ob sich die gesamte aufgestaute Energie entladen würde, er hat auch alle Songs selbst geschrieben. Um diese umzusetzen, holte er mit Tim Owens, Steve DiGiorgio und Jason Suecof einige Freunde und ehemalige Bandkollegen ins Studio. Nun war trotzdem nicht zu erwarten, dass sich das Album nach den früheren gemeinsamen Arbeiten anhören würde, denn bei den ehemaligen Betätigungsfeldern der Beteiligten waren meist andere für die Kompositionen zuständig. Doch tatsächlich klingen CHARRED WALLS OF THE DAMNED teilweise wie eine Mischung dieser Bands, jedoch keinesfalls wie ein Plagiat, sondern eher durch die Vorbilder inspiriert. So erinnern einige Riffs und der Gitarrensound an Jon Schaffer (ICED EARTH), gerade natürlich auch in Kombination mit dessen ehemaligem Sänger Tim Owens. Andere Parts wiederum könnten von Chuck Schuldiner stammen, mit dem Richard Christy und Bassist Steve DiGiorgio bei DEATH und CONTROL DENIED musizierten. Besonders die technischen, verspielten Riffs und das typische, mit Melodien versetzte Picking erinnern an den verstorbenen Gitarristen. Jason Suecof, der neben den sechs Saiten auch für die Produktion zuständig ist, steuert zudem zahlreiche tolle, gefühlvolle Leads und Harmonien bei.

Im Gesamtbild ergibt dies sehr kraftvollen, technischen US-Power-Metal im ursprünglichen Sinne (also nicht die europäische Melodic-Variante), angereichert mit diversen Einflüssen aus extremeren Spielarten und dem Progressive Metal. Doch obwohl alle Beteiligten ausgiebig Gelegenheit bekommen, ihr Können unter Beweis zu stellen, stehen vor allem markante Hooks, eingängige Refrains und starke Melodien im Vordergrund. Gleich zu Anfang des Albums ballert „Ghost Town“ heftig und rhythmisch vertrackt los, bietet aber eben auch eine hymnische Bridge, die sich in einen mitreißenden Refrain verwandelt. Neben dem Opener kristallisieren sich schon beim ersten Durchlauf direkt weitere Volltreffer heraus, besonders in der zweiten Albumhälfte reiht sich Hit an Hit. Wobei trotz dauerhaft hohem Energielevel Abwechslung groß geschrieben wird. Bei „In A World So Cruel“ geht die Band eher getragen und düster zu Werke, gekrönt von einem dramatischen Refrain. „Manifestations“ dagegen wird mit QUEENSRYCHE-Leads und rasendem Melodic-Death-Riffing ausgestattet. „Voices Within The Walls“ ist sehr melodisch und eingängig gehalten, bevor dann im folgenden „The Darkest Eyes“ spiel- und härtetechnisch wieder deutlich zugelegt wird. Doch auch hier wird das furiose Riff- und Drum-Gewitter von einem großen, atmosphärischen Refrain veredelt. Obwohl immer wieder verspielte Breaks eingebaut werden, geben CHARRED WALLS OF THE DAMNED klaren Strukturen und schlüssigem Songwriting jederzeit den Vorzug. Die meisten Tracks kommen direkt auf den Punkt, was sich in einer recht kurzen Spielzeit bemerkbar macht. Aber auch die weiteren Songs, die zunächst nicht sofort zünden oder keine so offensichtlichen Hitqualitäten zeigen, entfalten nach und nach ihre Wirkung und sorgen dafür, dass das Album selbst beim zehnten Durchlauf noch spannend klingt.

FAZIT: CHARRED WALLS OF THE DAMNED verpassen ihren erstaunlich ausgereiften Kompositionen genau die richtige Mischung aus Aggressivität, Technik und Melodie. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Gruppe exzellenter Musiker, die zudem ihre spielerischen Fähigkeiten keinesfalls verstecken, solch gelungene, in erster Linie eingängige und schlüssige Songs produziert. Hoffentlich erweist sich dieses Album, auch aufgrund der vielen weiteren Projekte der Beteiligten, nicht nur als einmalige Spielwiese, denn hiermit könnte sich eine wirklich starke Band etablieren.

Daniel Fischer (Info) (Review 4184x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Ghost Town
  • From The Abyss
  • Creating Our Machine
  • Blood On Wood
  • In A World So Cruel
  • Manifestations
  • Voices Within The Walls
  • The Darkest Eyes
  • Fear In The Sky

Besetzung:

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