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Darkness Ablaze: Shadowreign (Review)

Artist:

Darkness Ablaze

Darkness Ablaze: Shadowreign
Album:

Shadowreign

Medium: CD
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Black Bards
Spieldauer: 53:10
Erschienen: 09.04.2010
Website: [Link]

DARKNESS ABLAZE bieten auf ihrem zweiten Album „Shadowreign“ quasi die Power-Metal-Variante des Göteborg-Sounds. Auf der einen Seite gibt es immer wieder melodische Flitzefinger-Riffs im Stile von DARK TRANQUILLITY zu hören, vereinzelt auch Blastbeats, und der Gesang variiert hauptsächlich zwischen Growling und Kreischen. Gleichzeitig kann man aber musikalisch nur selten von echtem Death Metal reden. So scheint etwa die hervorragende Gitarrenarbeit eher im traditionellen Stil verwurzelt zu sein, was sich in tollen, gefühlvollen Leads und stellenweise gar rockigen Riffs äußert. Ebenso würde man die oft verwendeten, pompösen Fanfarenklänge der Keyboards und eingängige Gitarrenmelodien (wie etwa in „Reduced To A Beast“) eher bei einer Band wie STRATOVARIUS vermuten. Beim ersten Durchlauf horcht man auch tatsächlich einige Male irritiert auf, wenn extremes Gebrüll auf kitschige Keyboardsounds trifft. Doch letztendlich funktioniert die Mischung über weite Strecken überraschend gut, nicht zuletzt aufgrund der gelungenen Produktion.

In einigen Songs wie etwa „Zero“ schielt man ein wenig in Richtung Pagan Metal, andere zeigen verstärkt die extreme Seite von DARKNESS ABLAZE, „Enlightened By Shadows“ tendiert gar zum Black Metal. Generell herrscht aber eher ein melodischer Sound vor, und vor allem in der zweiten Hälfte des Albums werden auch die Performance und die Arrangements variabler. Bei „Interlude“ handelt es sich zwar nur um ein kurzes Instrumentalstück, aber es weckt mit Akustikgitarren, Geige und kraftvollem Folk Metal Erinnerungen an die besten Zeiten von SKYCLAD. Das überlange „The Might Of Repression“ bietet dann eigentlich alles, was DARKNESS ABLAZE ausmacht, von Melodic Death Metal über schleppende und akustische Passagen, bis hin zu mitreißenden, rockigen Riffs im Stile von SENTENCED. Der Song ist sehr abwechslungsreich gestaltet, neben schönen Gitarrenharmonien sorgen hier auch die ansonsten eher selten vertretenen klaren Vocals für den nötigen Anteil an Melodien. In „Walls“ gibt es dann sogar weiblichen Gastgesang zu hören, und die Keyboards liefern sich ausnahmsweise ein Solo-Duell mit der Gitarre. Mit „Two Souls Marked By Sorrow“ klingt das Album schließlich getragen und melancholisch aus.

FAZIT: Der auf „Shadowreign“ gezeigte Abwechslungsreichtum nimmt nie Überhand, es handelt sich eher um kleine Farbtupfer, die zeigen, welches Potential in DARKNESS ABLAZE schlummert. Gleichzeitig steht die Band am Scheideweg: Man könnte sowohl Liebhaber aller Metal-Spielarten für sich begeistern, als auch im schlimmsten Fall gleichzeitig die traditionellen Hörer (aufgrund des streckenweise eindimensionalen Growlings) und die Death-Metal-Fans mit der sehr melodischen Ausrichtung vergraulen. Mir persönlich gefällt jedoch diese Mischung, und meiner Ansicht nach sollte die Band den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Einigen Stücken hätte man vielleicht mit etwas mehr Eingängigkeit den letzten Kick verpassen können. In Zukunft sollte jedoch vor allem der Gesang variabler gestaltet werden, um der musikalischen Vorlage gerecht zu werden.

Daniel Fischer (Info) (Review 4368x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Enclosure No. 7
  • Zero
  • The Chains Of Life
  • Trail Of Lies
  • Reduced To A Beast
  • Enlightened By Shadows
  • Interlude
  • The Might Of Repression
  • Walls
  • Two Souls Marked By Sorrow

Besetzung:

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