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Dragonsfire: Metal Service (Review)

Artist:

Dragonsfire

Dragonsfire: Metal Service
Album:

Metal Service

Medium: CD
Stil:

Melodic Power Metal

Label: Pure Steel Records
Spieldauer: 55:23
Erschienen: 06.08.2010
Website: [Link]

DRAGONSFIRE aus Hessen legen mit „Metal Service“ ihr zweites vollständiges Album vor. In ihrem Sound hat der deutsche Power Metal seine Spuren hinterlassen, aber auch ein wenig die NWOBHM, True Metal und... James Hetfield. Letzterer etwas mehr im Gesang und vereinzelt auch in den Gitarrenriffs, so dass sich ab und zu ein leichter Thrash-Einschlag bemerkbar macht. Was theoretisch eine interessante und originelle Mischung sein könnte, erweist sich in der Praxis leider als zwar nette, aber ziemlich unspektakuläre und recht gewöhnliche Power-Metal-Scheibe. Eigentlich sind alle Voraussetzungen gegeben: knackige Riffs, zweistimmige Leads, ballernde Drums und eine für dieses Genre ziemlich rauhe und überaus kraftvolle Stimme. Aber es fehlt einfach an wirklich packenden Ideen, was man vor allem den Gesangsmelodien ankreiden muss. Thassilo Herberts Ausdrucksmöglichkeiten sind begrenzt, auch wenn er versucht, das Letzte aus seiner Stimme herauszuholen (was einige Male recht angestrengt klingt). Aber trotzdem wäre mehr möglich gewesen, wenn die Melodien nicht meistens so nichtssagend oder platt vorbeirauschen würden. Leider wird gerade der Gesang im Mix viel zu sehr in den Vordergrund gestellt. Manchmal könnte man fast meinen, in einer kleinen Aufnahmekabine direkt angebrüllt zu werden, während die Gitarren nur über die Kopfhörer des Sängers zu erahnen sind. Dieses unausgewogene Lautstärkenverhältnis bleibt aber der einzige klangtechnische Mangel, ansonsten verfügt „Metal Service“ über eine gelungene, druckvolle Produktion.

Viele Passagen werden zu oft in gleicher Art und Weise wiederholt, wodurch die meist recht flachen Hooks noch stärker ins Gewicht fallen und einige Songs trotz kurzer Spielzeit zu lang wirken. Manchmal lehnt man sich auch etwas zu stark an die Vorbilder an. „Blood For Blood“ ist beispielsweise eine lupenreine Kai-Hansen-Nummer, „Time Of Twilight“ könnte dagegen auch aus der Feder von Steve Harris stammen, ohne jedoch deren Qualitätslevel zu erreichen. Lediglich der vor Energie überschäumende Opener „My Mashed Insane Brain...“ kann wirklich überzeugen und mitreißen und klingt zudem noch recht eigenständig.

FAZIT: Auch wenn DRAGONSFIRE nichts grundlegend falsch machen, schön kraftvoll zu Werke gehen und „Metal Service“ gut produziert ist, fehlen doch die großen Momente und zündenden Ideen, um sich wirklich aus der Masse ähnlich agierender Bands hervorheben zu können. In diesem Bereich gibt es einfach zu viele bessere Alternativen. Ausgesprochene Fans und Hörer, die gerade die Kombination aus melodischem Power Metal und rauher Stimme schätzen, werden „Metal Service“ eventuell mehr abgewinnen können.

Daniel Fischer (Info) (Review 4750x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Welcome
  • My Mashed Insane Brain...
  • Raging Fire
  • Call Of The Heart
  • The Devil
  • Blood For Blood
  • King Without A Crown
  • Time Of Twilight
  • Visions Of Fire
  • Ghosts
  • To Hell and Back
  • Lost Melody

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Chris
gepostet am: 30.08.2010

User-Wertung:
13 Punkte

Ich will ja nix sagen, aber Dragonsfire haben NIX mit melodischem Power Metal zu tun. Und als Power Metal würde ich sie auch nicht bezeichnen. Jedem das Seine, aber wenn man mit falschen Infos das Review schreibt, kann ja auch die Wertung nicht wirklich ernstgenommen werden. "ombination aus melodischem Power Metal und rauher Stimme" - Absolut nicht. Nichts für ungut, aber ich finde die Scheibe geil und rege mich immer auf, wenn ich dann solche Reviews lesen muss.
Andreas
gepostet am: 30.08.2010

Naja, für mich klingt das wie Power Metal nach Metalverständnis 2010. "fire desire"-Reime sind übrigens ganz schlimm; ansonsten würde ich die Truppe zwischen Mystic Prophecy und stromlinienförmigere Ausläufer einordnen. Dragonsfire sind wahrlich keine alte-Schule-Band, noch klingen sie sonderlich bewegend. Kirche im Dorf lassen?
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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