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Mustasch: Mustasch (Review)

Artist:

Mustasch

Mustasch: Mustasch
Album:

Mustasch

Medium: CD
Stil:

Heavy Rock

Label: Nuclear Blast
Spieldauer: 44:02
Erschienen: 08.01.2010
Website: [Link]

Mit „Latest Version Of The Truth“ ist MUSTASCH im Jahr 2007 ein dicker Brocken gelungen; bei den Grammy Awards 2008 wurden sie sogar von Mickey Dee höchstpersönlich für ‚Bester Hardrock’ ausgezeichnet. Trotz der großen Erfolge will Ralf Gyllenhammar mit dem selbstbetitelten Folgealbum nun dennoch kompromisslos geradeaus rocken. Was es aber damit auf sich hat, dass er dafür die beiden Gründungsmitglieder Hannes und Mats Hansson verabschieden muss, bleibt zu klären – so ganz scheint das nicht mit rechten Dingen zuzugehen.

Der erste komplette Song „Heresy Blasphemy“ gewohnt mit einem tiefen, treibenden Gitarrenriff los, Gyllenhammars druckvolles Reibeisen prescht wie üblich gewaltig durch die Boxen und ein Talkbox-Solo gibt das nötige Retro-Feeling. Klingt doch alles bestens und könnte es durchaus mit einem „Double Nature“ aufnehmen – ebenso überzeugt der nächste Track „Mine“ mit ordentlich Power und einem mitreißenden Refrain.
Doch dann kommt’s. Schon „Damn It’s Dark“ schwächelt mächtig: eine belanglose Strophe paart sich mit einer halben Portion à la THE RAMONES – und raus kommt mäßiger Durchschnitt. Im weiteren Verlauf des Albums ändert sich dann kaum etwas: „The Man, The Myth, The Wreck“ verfehlt gekonntdie Spannung, „The Audience Is Listening“ outet Gyllenhammars Arroganz und in „Desolation“ findet die Langeweile schließlich ihre Klimax. „I’m Frustrated“ könnte genauso gut ein enttäuschender Versuch der aktuellen LYNYRD SKYNYRD sein, an die Glanzzeiten um „Tuesday’s Gone“ oder „Free Bird“ anzuknüpfen. Alles andere ist entweder Bagatelle oder man hat es so schon woanders zu oft gehört. Ein großes Fragezeichen sei mal hinter die „Tritonus“-Geschichte gestellt.

FAZIT: Entgegen der Annahme, dass man mit einem selbstbetitelten Album (das nicht das Debüt darstellt) in Richtung Wurzeln zurückgeht, steuern die schwedische Oberlippenbärte via Tralala schnurgerade gen Kommerz. Kein Wunder, dass die Hälfte der Band da keinen Bock drauf hatte. Echt schade!

Henning Seidt (Info) (Review 5229x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Tritonus (Prelude)
  • Heresy Blasphemy
  • Mine
  • Damn It's Dark
  • The Man, The Myth, The Wreck
  • The Audience Is Listening
  • Desolate
  • Deep In The Woods
  • I'm Frustrated
  • Lonely
  • Blackout Blues
  • Tritonus

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 11.02.2010

User-Wertung:
7 Punkte

Bin von der Platte auch ziemlich enttäuscht. Schade...
Lars [musikreviews.de]
gepostet am: 13.02.2010

Das klingt jetzt aber erschreckend, was du schreibst. Ich bin eigentlich Fan der Truppe (die "Ratsafari" ist der Hit!) und hatte die Scheibe noch fest auf dem Zettel. Mist :-(
Rakete
gepostet am: 13.10.2010

User-Wertung:
7 Punkte

Ich bin auch etwas enttäuscht. Ratsafari war super, aber das hier kommt da bei weitem nicht ran. Traurig.
Borki
gepostet am: 01.01.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Kenne Mustasch schon lange.Und die Platte ist eine meiner Highlights des vergangenen Jahres und rockt viel mehr als Ratsafari.Deswegen unverständnis für vorangehende Meinungen.Saugeiles Album
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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