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Powerworld: Human Parasite (Review)

Artist:

Powerworld

Powerworld: Human Parasite
Album:

Human Parasite

Medium: CD
Stil:

Melodic Metal

Label: Steamhammer
Spieldauer: 53:20
Erschienen: 22.10.2010
Website: [Link]

Dies ist bereits das zweite Werk der Mannen um den ehemaligen FREEDOM CALL-Basser Ilker Ersin und die Band hat gleichzeitig einen sehr prominenten Neuzugang zu verzeichnen: Denn Andrew “Mac” McDermott (Ex-THRESHOLD) sorgt für den Gesang auf „Human Parasite“ und drückt der Musik durch sein markantes Organ natürlich gleich seinen Stempel auf. Dabei fühlt man sich allerdings nur sehr selten an THRESHOLD erinnert, da die musikalischen Unterschiede dann doch beträchtlich sind.

Damit kommen wir gleich zum größten Manko an „Human Parasite“. Zwar gelingen Andrew McDermott einige wirklich gute Gesangslinien wie z.B. beim relativ harten Opener „Cleansed By Fire“, bei dem eingängigen „East Comes To West“ oder dem abschließenden „King For A Day“, aber dazwischen tummeln sich doch viele abgegriffene und sehr vorhersehbare Songideen, die der Gesang alleine auch nicht retten kann. Das soll nicht heißen, dass die übrigen Musiker ihr Handwerk nicht verstünden und auch am Sound gibt es beispielsweise nichts auszusetzen (am Klischee-Cover und den oberflächlichen Texten hingegen schon), aber bei Stücken wie „Stand Up“, „Time Will Change“ oder Might Of Secrets“ zuckt der Finger quasi von selbst gen Skip-Taste, da man jeweils schon nach dem ersten Song-Drittel genau weiß wie das Ganze enden wird. Einige Übergänge zu den Refrains wirken fast schon ein wenig hölzern und wirklich spannend ist der derart eingeleitete Höhepunkt in etlichen Fällen auch nicht. Das hört sich im Ganzen jetzt vielleicht schlimmer an als es gemeint ist, denn der eine oder andere Melodic-Metal-Liebhaber könnte natürlich durchaus Gefallen an diesem Album finden. Aber von den absoluten Genre-Freaks abgesehen, dürfte sich das Interesse jedoch stark in Grenzen halten.

FAZIT: Trotz eines tollen Sängers bleibt „Human Parasite“ in weiten Teilen ein biederes Durchschnittswerk, das es vor allem aufgrund des unspektakulären Songwritings schwer haben wird, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen.

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 5626x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Cleansed by Fire
  • Stand Up
  • Evil In Me
  • Time Will Change
  • Human Parasite
  • Hope
  • East Comes To West
  • Children Of The Future
  • Caught In Your Web
  • Tame Your Demons
  • Might Of Secrets
  • King For A Day

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Stephan K.
gepostet am: 20.10.2010

User-Wertung:
15 Punkte

Hoppla ! Ich muss sagen, ich habe mich gerade ein wenig erschrocken, als ich mir diese Review durchgelesen habe. Ich möchte es erklären.
Musik hat etwas mit Geschmack zu tun und dieser ist bei jedem Menschen, Gott sei Dank, anders. Ich appeliere auch daran den Geschmack eines jeden Menschen zu respektieren. Aber was ich ganz wichtig finde ist Geschmack und Objektivität zu differenzieren. Dieses vorweg.
Ich habe mir das Album bereits angehört und ich muss sagen, ich war von Anfang an begeistert. Begeistert, in dem Sinne, dass die einzelnen Stücke durchgängig sehr gut und durchdacht aufgebaut sind. Spielwitz gepaart mit Spielfreude und eingängigen Melodien machen dieses Album zu eine Feuerwerk. Das I - Tüpfelchen ist in jedem Fall der Sänger. Da muss ich dem Lutz recht geben. Aber musikalisch gesehen merkt man, dass hier eine Band am Start ist, die mit Herz Musik macht. Das Composing ist abwechslungsreich und innovativ. Bzgl. der Umsetzung, Produktionsqualität und der Spiellänge (und letztendlich auch meines Geschmacks) kann ich diesem Album glatte 15 Punkte geben. Daher möchte ich auch alle Fans des Meldodic Power Metals bitten sich in keinem Fall von der Review abschrecken zu lassen.
Ein paar letzte Worte an den Autor.
Oft gehen Scheiben in der Redaktion ein und sie müssen nunmal bewertet werden. Manchmal trifft die zu bewertende CD nicht unbedingt den Geschmack eines Einzelnen, aber man sollte dann doch so fair sein und sie dementsprechend gerecht beurteilen oder man sollte generell Abstand von der Review nehmen, da der Schaden für eine Band erheblich sein kann. Die Welt ist halt manchmal nicht gerecht, aber wir können alle etwas dazu betragen. ( Auch die Aussage des Powerworlds Album. ;) ) Dennoch ein Dank an den Redakteur, der sich wahrscheinlich ehrenamtlich die Zeit nimmt , um den Musikfreunden die Auswahl in dem Musikdschungle zu erleichtern.

Stay Heavy
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 20.10.2010

Also die Musik von Powerworld ist sicher manches, aber innovativ ganz sicher nicht. Das ist schlicht durchschnittlich und das drückt die Bewertung auch aus. Mit dieser Ansicht scheine ich auch nicht ganz alleine auf der Welt zu sein (siehe verlinktes Review zum Vorgänger-Album).
Und wenn ich mal aus unseren Wertungssystem zitieren darf: "15 Punkte - Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr."
Das würde also bedeuten, Powerworld stünden auf einer Stufe mit Maiden, Metallica und Konsorten. Tatsächlich stehen sie mit diesen Bands nicht mal auf der selben Treppe.
Corinna
gepostet am: 20.10.2010

User-Wertung:
15 Punkte

Ich habe die Scheibe auch schon gehört und finde sie sehr gelungen. Human Parasite ist eine absolute Weiterentwicklung zur ersten CD. Zum einen finde ich die Songs sehr viel stärker und zum anderen passt der Gesang von Mac einfach wie die Faust auf’s Auge.
Und, ich muss Stephan K. zustimmen. Objektivität ist bei einem Review das A und O. Geschmäcker sind verschieden, aber auf solche bissigen Kommentare und wenig hilfreichen Erläuterungen kann ich getrost verzichten.
Nur weil Maiden, Metallica und Co. seit Jahren im Geschäft sind und einen großen Namen haben, liefern/lieferten sie nicht nur Meisterwerke ab. Ein Name und frühere Erfolge sind kein Garant, aber dafür sind ja manche blind.
FAZIT: Ich bin kein Musiker, kein Rezesent, sondern einfach nur ein Hörer. Mir gefällt’s und deshalb gibt’s auch satte 15 Punkte!!!
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 20.10.2010

Ok, ich sehe es ein: "Human Parasite" ist objektiv das beste Album 2010. *g*
Interessant aber, dass völlig unbeteiligte, neutrale "Hörer" das Album schon vor dem offiziellen Release intensiv genug hören konnten, um sich ein fundiertes Urteil zu bilden. ;-)
Corinna
gepostet am: 20.10.2010

Lieber Lutz, das liegt einfach daran, dass ich jemanden kenne, der die Scheibe zur Rezi vorliegen hat. Ansonsten hätte ich auch bis zur offiziellen Veröffentlichung warten müssen, alles klar? ;-)
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 20.10.2010

Liebe Corinna, wenn das so ist, habe ich nichts gesagt. ;-)
Und es bleibt dir weiterhin natürlich auch unbelassen, das Album für einen musikalischen Meilenstein zu halten. Ich tue das nicht. Die Gründe dafür habe ich versucht, in meinem Review darzulegen. Was an dem Album "objektiv" gut ist, habe ich ebenfalls erwähnt. Der größere Teil beim Bewerten von Musik ist allerdings zwangsläufig eine subjektive Einschätzung, abhängig von persönlichen Vorlieben, Erfahrung, Alter usw.. Also nimm die Kritk an deiner Lieblingsband nicht persönlich. :-)
Stephan K.
gepostet am: 20.10.2010

User-Wertung:
15 Punkte

Ich möchte vorweg auch nochmal betonen, dass ich mit der Band in keinerlei Verbindung stehe und mein Kommentar daher völlig wertfrei und von der Band losgelöst ist. Vielen Dank an Corinna, dass sie sich an der Diskussion beteiligt. Ich denke sie wird es nicht persönlich nehmen, da wir es doch alle sportlich sehen. Und so befangen sollten wir nun auch nicht sein, dass wir es persönlich nehmen. Lassen wir dem Erfolg den Künstlern recht geben. Also abwarten.
Ich möchte mich nochmal kurz auf Lutz seine Stellungsnahme beziehen.
Die Frage ist, in welcher Beziehung man Powerworld mit den anderen Bands wie Iron Maiden und Metallica auf eine Stufe stellen will. Anhand der der verkauften CD´s stehen sie mit Sicherheit nicht auf einer Stufe. Von den musikalischen Fertigkeiten könnte ich es mir aber vorstellen. Ich kann es nicht beurteilen, da ich kein Musiker bin. Die Irons und die Metallis würden immer mindestens 80% der Punkte bekommen. Egal wie schlecht das Album ist. Sie haben sich halt bewährt. Haben allerdings auch hart daran gearbeitet und auch nicht gleich eine Million Platten verkauft und sind auch mal klein angefangen.
Und zu dem Meisterwerk! Hier scheint es zu sein. Das erste und einzige in diesem Jahr !!!
Lassen wir den Jungs von Powerworld doch einfach freien Lauf und ich bin mir sicher, wenn sie durchhalten (Besetzung), werden sie mit zu den TOP - ACTS gehören. ;o)
Ein Phänomen, was ich immer feststelle ist; alle finden Heavy Metal doof, hart und aggressiv. Aber alle hören Metallica, Iron Maiden und AC/DC. Wie passt das zusammen ? Das ist alles andere als leichte Kost. Hat da vielleicht jemand eine Antwort drauf ? Vielen Dank für die Diskussion. Und bleibt alle schön heavy. Wir sind schließlich alle eine Familie. ;O)
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 21.10.2010

Da hab ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Es ging mir weniger um die Bands insgesamt, sondern um die wegweisenden und innovativen Alben die sie geschaffen haben. Z.B. "Master of Puppets", "Somewhere In Time" oder "Operation Mindcrime" usw.. Das sind für mich 15-Punkte-Alben und da kommt "Human Parasite" auch objektiv nicht mal ansatzweise heran, da es sich - unabhängig vom Gefallen - ausschließlich innerhalb bereits reichlich ausgetretener Pfade bewegt.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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