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The Sorrow: The Sorrow (Review)

Artist:

The Sorrow

The Sorrow: The Sorrow
Album:

The Sorrow

Medium: CD
Stil:

Metalcore

Label: Drakkar / Sony Music
Spieldauer: 60:32
Erschienen: 29.10.2010
Website: [Link]

Eine Selbstbetitelte also. Mutig, mutig. Mit ein bisschen Selbstironie hätte es auch der Titel "Killswitch Engage" getan und niemand hätte sich beschwert, denn die Fanbase rekrutiert sich in erster Linie aus Metallkernliebhabern, die anstatt von etwas Neuem einfach bloß guten alten Genrestoff haben wollen und das möglichst ausbalanciert zur Perfektion. Nach "Blessings From A Blackened Sky" (2007) und "Origin Of The Storm" (2009) können THE SORROW so etwas mit Sicherheit geben, aber können sie auch dem Anspruch gerecht werden, etwas Originäres, Unabhängiges und Eigenständiges zu erschaffen, so wie man das eben von selbstbetitelten Alben erwartet? Zumal Album Nr. 3 nun bereits der zweite Schnellschuss in Folge ist, was einer Neuerfindung nicht gerade förderlich ist.

Immerhin, von der auf dem Vorgänger spürbaren Pseudo-Experimentalphase mit Piano-Intros und sonstigen Fisimatenten hat "The Sorrow" nichts mehr zu tun. Gut, sieht man mal vom Ausklang mit "Whooo whoooo"-Chören ab, die man so zuletzt auf 30 SECONDS TO MARS' "This Is War" gehört hat. Als Einführung gibt es eine Leid und Trübsal – "Sorrow" eben – ausdrückende Gitarren-Wall-Of-Sound, die langsam anschwellt… und dann ist man mal wieder mittendrin in der zuverlässigen Klassik des Genres, man wird regelrecht zugeschmissen mit Riffwellen, Screamos und Cleanies. Dreizehn Titel lang.

Braucht man sowas? Oder braucht Frau das dreihundertzwanzigste Paar Schuhe? Beides muss aus pragmatischen Gesichtspunkten heraus mit "nein" beantwortet werden, aber eine Klientel für gut verarbeitetes Material wird es in beiden Lagern immer geben, egal wie viel Stoff schon auf Halde liegt. "The Sorrow" ist, obwohl es gerne etwas kürzer hätte ausfallen dürfen, dicht und puristisch genug, um kurzzeitig seine Fans zu finden, aber Schatzsuchen finden woanders statt. Stößt man mal auf melancholische Langsamkeit wie auf "Farewells", so ist das noch längst kein Grund dafür, sich die Augen zu reiben. Aber ebenso reißt es nicht aus dem Rhythmus, der anschließend mit dem geradezu prototypischen "You Are My Nemesis" zuverlässig weitergaloppiert.

FAZIT: Aha – das ist also THE SORROW, wenn man sämtliche Verkleidungen abnimmt. Metalcore nicht on the rocks, sondern pur und rein. Daran ist nichts auszusetzen, größere Emotionen provoziert das aber nicht. Wenn THE SORROW hiermit verkünden wollten, dass sie sind, wer sie sind, ist das Projekt als gelungen zu bezeichnen. Ein gut gemachtes, dabei relativ redundantes Album, das nicht weh tut. Mal wieder.

Sascha Ganser (Info) (Review 4143x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Afflictions
  • Crossing Jordan
  • Paragon In Charity
  • My Destiny
  • Facing The End
  • Farewells
  • You Are My Nemesis
  • Weight Of The World
  • Draped In Misery
  • Heart Of A Lion
  • Engraved In Our Hearts
  • Grief Machine
  • Reach For The Skies

Besetzung:

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