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Varg: Blutaar (Review)

Artist:

Varg

Album:

Blutaar

Medium: CD
Stil:

Viking Metal / Pagan Metal

Label: Noise Art Records
Spieldauer: 48:24
Erschienen: 29.01.2010
Website: [ Link ]

Varg: Blutaar

Welche Diskussionen es um die Vergangenheit der VARG-Musiker auch gegeben haben mag: Auf ihrem zweiten Album distanzieren sich die Deutschen klar von der rechten Szene (zerschlagenes Hakenkreuz, das Anprangern von „Nazischweinen“ in den Texten). Dass die Texte auf „Blutaar“ noch immer recht dümmlich und platt klingen, ist wahrscheinlich keine Überraschung (die Rechtschreib- und Komma-Fehler im Booklet machen das Ganze auch nicht charmanter). VARG lieben das Abgedroschene; obwohl sie zu Recht die oberflächliche „Ellenbogengesellschaft“ (auch so eine Phrase) anprangern, ergehen sie sich selbst auch in nichts anderem als Schlagworten und seichten Parolen.

Musikalisch holzen sich VARG durch typische Viking-Nummern mit schwarzgefärbten Heavy-Metal-Versatzstücken. Auf folkloristische Sauf-und-Zappel-Nummern wird weitestgehend verzichtet, die Riffs flitzen stimmungstauglich flink von den Fingern, die melodischen Leads gewinnen keine Originalitätsrekorde, erfüllen aber ihren Zweck zum Stillen einfacher Banger-Gelüste. Handwerkliche Unsicherheit, wie bei einigen anderen Genre-Konkurrenten, kann man VARG nicht ankreiden, doch schafft es die Band trotz großartig roh-wuchtigem Sound nicht, in irgendeiner Form wiedererkennbare Akzente zu setzen. Das akustische Gitarren-Intermezzo „Nebelleben“ tönt eher wie eine hilflose EMPYRIUM-Hommage ohne Inspiration.

Frekis Vocals klingend passend zur Musik roh und rau nach Stimmbändern, die lange Zeit Rauch am nächtlichen Lagerfeuer geatmet haben. Einen wirklichen Wiedererkennungswert bietet der Gesang aber nicht – und wenn Frekis Stimme durch Studiotechnik nicht hin und wieder gedoppelt erklingen würde, wäre dieses Manko noch deutlicher hörbar.

FAZIT: Auch, wenn einige Riffs ordentlich nach vorn treiben, bleibt unter dem Strich nicht mehr, als ein musikalisch biederes, bollerndes (Pagan) Metal-Album mit druckvoller Produktion und oberflächlichen Texten. Klar, wer nur abschädeln will und sonst keine Ansprüche an seine Musik hat, wird mit „Blutaar“ kurzzeitig seinen Spaß haben. Eine Langzeitwirkung ist hier allerdings ausgeschlossen.

Nils Herzog (Info) (Review 448x gelesen, veröffentlicht am 07.02.2010)
(6 Leser-Kommentare vorhanden)

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
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Tracklist:
  • Wolfsmond
  • Viel Feind Viel Ehr
  • Invictus
  • Sieg oder Niedergang
  • Blutaar
  • Seele
  • Nebelleben
  • Zeichen der Zeit
  • Wilde Jagd
  • Alter Feind
  • Blutdienst II

Besetzung:

  • Bass - Managarm
  • Gesang - Freki
  • Gitarre - Freki, Hati
  • Schlagzeug - Fenrier

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
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Kommentare
Mirko [musikreviews.de]
gepostet am: 07.02.2010

User-Wertung:
6 Punkte

Hat mich ebenfalls absolut nicht überzeugen können. Da gibt es deutlich Besseres.
Troll
gepostet am: 09.02.2010

User-Wertung:
3 Punkte

Proleten-Pagan-Metal von Dummköpfen für Dummköpfe. Die ganze Polit-Diskussion um das Umfeld der Band ist extrem lächerlich und lenkt nur von der minderen Qualität der Musik ab. In jeder Hinsicht unterdurchschnittliches Abfallprodukt.
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 10.02.2010

Rennt einer der Typen nicht gerne mal mit "eindeutigen" T-Shirts rum? Ich meine, da irgendwo mal etwas gelesen zu haben...
Lord Reaper
gepostet am: 10.02.2010

Ich finds gut anzuhören und bin kein Dummkopf. Abgesehn davon können wir froh sein das es noch mehr gibt die die Nazis in die Tonne kloppen wollen. Also es Macht Bumm Bumm und jeder mag anders Bumm Bumm
Andreas
gepostet am: 10.02.2010

Man wird im nächsten Legacy Magazin Interessantes zu diesen Primaten lesen können. Die haben redaktionsintern eine Diskussion losgetreten.
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 14.02.2010

Nein, im Legacy wird nichts weiter stehen, man beschränkt sich auf dieses Statement hier:

http://www.legacy.de/contenido/cms/front_content.php?idcatart=8843

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