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Virgin Snatch: Act Of Grace (Review)

Artist:

Virgin Snatch

Virgin Snatch: Act Of Grace
Album:

Act Of Grace

Medium: CD
Stil:

Thrash Metal

Label: Mystic Production
Spieldauer: 43:09
Erschienen: 22.02.2010
Website: [Link]

„Hey, ich kenn 'ne coole Band, die musst du gehört haben“.
„Echt, wie heißen die denn?“
„JUNGFRAUENMÖSE“.

Das Metalheads gemeinhin in geistiger Nähe Grenzdebiler eingeordnet werden, hat sicher auch etwas mit so grandiosen Bandnamen wie VIRGIN SNATCH zu tun, aber hoffen wir mal, dass der polnischer Fünfer zumindest einen erhöhten Alkoholspiegel am Abend der Bandtaufe zu seinen Gunsten anführen kann.

Lässt man sich von solchen Nichtigkeiten nicht abschrecken, so erlebt man sein blaues Wunder, so großartig knallt eine Thrashgranate nach der nächsten von diesem Silberling. Kein Wunder, sind doch diverse polnische Szenegrößen hier vereint, die aber bisher eher in der Death Metal-Ecke einen Namen hatten, immerhin so illustre Namen wie DECAPITATED, VADER und BEHEMOTH tummeln sich auf der Namedroppingliste VIRGIN SNATCHs. Deren aktuelles viertes Langeisen „Act Of Grace“ ist nun ganz anders, nachdem die ersten Sekunden an „Screams And Whispers“ von ANACRUSIS erinnern, die nächsten Todesblei vermuten lassen, wird nach einer Minute die Katze aus dem Sack gelassen und ein derbes TESTAMENT-Zitat überrollt den Hörer. Ich erwische mich ein ums andere Mal dabei, „Do Not Resuscitate“ brüllen zu wollen, so nah bewegen sich VIRGIN SNATCH am Original. Dieses liegt überwiegend am Organ Zielonys, der der Zwillingsbruder Chuck Billys zu sein scheint, wenn er mit seinen Mitstreitern nicht gerade kleine Ausflüge nach Neverland, äh NEVERMORE unternimmt.

Nun setzten sich diverse Bands zumindest einem Plagiatsverdacht aus, in diesem speziellen Falle möchte ich aber eher von Recyceln sprechen. Sind auch die Riffs über weite Strecken in ihrer Machart bekannt, so haben VIRGIN SNATCH doch unglaublich viel Feuer im Arsch und lassen es beinahe in jedem Song an allen Ecken und Enden brennen. Auch wenn nicht alle neun Songs das hohe Niveau halten können, ist „Act Of Grace“ sicher eine der unterhaltsamsten Thrash-Scheiben der letzten Monate. Zum Abschluss gibt es sogar noch eine Ballade mit Vogg von DECAPITATED am Gesang, in der er den Verlust seines Bruders Vitek zu verarbeiten versucht. Bleibt nur festzuhalten: Rundum gelungener Rundling.

FAZIT: Sieht man von dem schwachsinnigen Bandnamen ab, können VRIGIN SNATCH doch auf ganzer Linie punkten. Thrash Metal auf technisch hohem Niveau und mit ordentlich Schmackes wird geboten und sei jedem Fan von TESTAMENT und Konsorten wärmstens empfohlen.

Dr. O. (Info) (Review 3245x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Act Of Grace
  • Slap In The Face
  • Horn Of Plenty
  • Through Fight We Grow
  • Walk The Line
  • Daniel The Jack
  • M.A.D. (Make A Donation)
  • Don't Get Left Gehind
  • It's Time

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 22.02.2010

"Snatch" hat aber noch andere - auch in diesem Zusammenhang - sinnvolle Bedeutungen.
Darüber hinaus finde ich den Vorwurf "schwachsinniger" Bandnamen im Metalbereich als sehr fragwürdig. Müsste ansonsten in jedem zweiten Review vorkommen und darauf hätte ich als Leser wirklich keine Lust.
Dr. O [musikreviews.de]
gepostet am: 22.02.2010

Stimmt, JUNGFRAUENAUFREISSER wäre wirklich Klassen besser ;-)
Aber das alles tut der Qualität der Scheibe keinen Abbruch.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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