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Evanescence: Evanescence (Review)

Artist:

Evanescence

Evanescence: Evanescence
Album:

Evanescence

Medium: CD
Stil:

Modern Metal / Rock / Pop

Label: EMI Music
Spieldauer: 47:08
Erschienen: 07.10.2011
Website: [Link]

Ich bin bekennender Fan des EVANESCENCE-Debüts von 2003. Zum einen, weil es eines dieser Soundtrack-eines-Lebensabschnitts-Alben ist, zu denen man immer eine besondere Beziehung behält. Zum anderen, weil es einfach durchweg großartige Ohrwurm-Songs in der Schnittmenge zwischen (Nu)-Metal, Gothic und Pop bietet, die durch reichlich Klavier- und Streicher-Pathos und den eigenständigen Gesang von Fronterin Amy Lee die besondere Würze erhalten. Im Anschluss an die Tour für dieses mittlerweile 15 Millionen Mal verkaufte Album verließ Band-Mitbegründer, Co-Songwriter und Gitarrist Ben Moody die Band und das nachfolgende Zweitwerk „The Open Door“ geriet 2006 zu einer ziemlichen Enttäuschung. Im Bemühen einen wichtigen Teil des Kreativitätspotentials von EVANESCENE zu ersetzen, gelangen Amy und dem neuen Gitarristen Terry Balsamo nur wenige Songs, die qualitativ an „Fallen“ anknüpfen konnten und auch wenn das Werk erneut gute Absatzzahlen verbuchen konnte, legte sich die allgemeine Aufregung um die einstigen Shooting-Stars relativ schnell.

Fünf Jahre später legen EVANESCENE nun ihr drittes Album vor, an dem außer der Sängerin kein Musiker mehr beteiligt ist, der das Debüt mit eingespielt hat. Auffälligste Veränderung ist sicher das Fehlen jeglicher Gothic-Elemente. Die Musik klingt nicht mehr leidend und zerbrechlich, sondern selbstbewusst, kraftvoll und manchmal sogar fast schon positiv wie etwa beim Klasse-Opener „What You Want“. Außerdem scheint sich die Songwriting-Formel wiedergefunden zu haben, denn die vertretenen Songs überzeugen fast durchweg wieder mit einprägsamen Refrains, die sich sogar mit den frühen Hits messen können, insbesondere in der ersten Album-Hälfte. Ansonsten sind alle Trademarks vertreten, die den Bandsound definieren: Amys kraftvolle Stimme, gefühlvolle Passagen unterstützt von Klavier- und Streichern, druckvollen Riffs und dieser Art von Musik entsprechender Hochglanz-Sound, was überhaupt nicht negativ gemeint ist.

FAZIT: Nach längerer Pause sind EVANESCENE zurück. Das neue Werk klingt erwachsener und schafft es im Gegensatz zum Vorgänger auch qualitativ an das übermächtige Debüt anzuknüpfen, ohne wie ein lauer Aufguss zu klingen. Fans der Band sollten auf jeden Fall zuschlagen, aber auch Menschen, die der Band bisher kritisch gegenüber gestanden haben, sollten einmal reinhören. Die Limited Edition enthält übrigens neben einer DVD gleich vier Bonus-Songs, die allerdings zur Rezension noch nicht vorlagen.

Zur Einordnung der Bewertung: „Fallen“ sehe ich bei 13, „The Open Door“ bei 8 Punkten.

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 5105x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • What You Want
  • Made Of Stone
  • The Change
  • My Heart Is Broken
  • The Other Side
  • Erase This
  • Lost In Paradise
  • Sick
  • End Of The Dream
  • Oceans
  • Never Go Back
  • Swimming Home

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
sake
gepostet am: 24.10.2011

Sehr variationsreiches rock album. die ueberragende amy koennte mehr kreative bandmitglieder vertragen
TheodorHunzbichl
gepostet am: 29.10.2011

User-Wertung:
8 Punkte

Wieso hacken alle immer auf "The Open Door" herum? Meiner Meinung nach ist das Album eine konsequente Weiterentwicklung von "Origin" über "Fallen" hinaus - wer die Wurzeln von Amys Bandschaffen kennt, weiß, was ich meine.
Das neue Album gefällt mir nach 3 mal hören nicht so gut, wie die beiden vorhergegangenen. Zu steril, zu 08/15. Schlagzeugparts und Gitarrenfiguren sind austauschbar - ich vermisse die guten alten Gitarrenriffs, die nur über eine oder zwei Harmonien gehen, anstatt dass man sich in Harmoniefolgen flüchten muss.
Und wo sind die elektronischen Aspekte, die bei "The Open Door" so gelungen ins Gesamtbild eingearbeitet waren und auf moderne Weise die Wurzeln der Band reflektieren? "Evanescence" beinhaltet nicht mehr das, was die Band einmal ausgemacht hat. Statt Goth-Metal mit starken Riffs und anprechenden elektronischen Einwürfen gekommt man "nur noch" modernen Hardrock vorgesetzt... Wo ist das Besondere hin?
Für jemanden, der die Band neu kennen lernt, oder "The Open Door" nicht mochte, ist es sicherlich ein interessantes Album. Nicht großartig, aber grundsolide.
Für Leute, die Evanescence schon vor "Fallen" kannten, ist es mMn eher enttäuschend.
Mein Fazit: Freudige Erwartung enttäuscht, ich hätte mir etwas in Richtung "Origin" oder "TOD" gewünscht - schade...
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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