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Headshot: Synchronicity (Review)

Artist:

Headshot

Headshot: Synchronicity
Album:

Synchronicity

Medium: CD
Stil:

Thrash Metal

Label: Firefield Records/Twilight
Spieldauer: 49:38
Erschienen: 20.05.2011
Website: [Link]

Hossa! Wieso ist diese Band bislang an mir vorbeigerauscht, obwohl HEADSHOT schon 1996 ihr Debüt „Brian At Risk“ rausgeholzt haben? Seitdem brachten die Braunschweiger Thrasher drei weitere Alben auf den Markt, ehe Sänger Andi Bruer die Band verließ. Mit Daniela Karrer hat man diese Lücke allerdings nicht nur gefüllt, sondern die Frontfrau setzt eigene Akzente – und zwar so brachial, dass man sich beim ersten Durchgang von „Synchronicity“, dem fünften Album, unweigerlich fragt, ob hier nicht ein Mann am Mikro schreit.

Erstaunlich, mit welcher Intensität Dani ihre Lyrics herausbrüllt – Frau Karrer könnte glatt als Schwester von Mille Petrozza durchgehen. Und apropos KREATOR: So mancher Track auf „Synchronicity“ hätte auch auf einem der letzten Alben der Essener Thrashlegende landen können. Der Opener „Fallen From Grace“ beispielsweise, der unfassbare Gitarrenarbeit mit musikalischer Brutalität vereint.

Ohnehin gelingt HEADSHOT das, woran schon zahllose Bands zuvor gescheitert sind: Sie schaffen es mühelos, die auf den ersten Blick unvereinbaren Elemente „gnadenlose Härte“, „Technik“ und „Melodie“ zu kombinieren. Immer wieder lässt das Gitarrenduo Olaf Dannenberg und Henrik Osterloh die Kiefer des Rezensenten nach unten klappen – um nur eine Sekunde später wieder gnadenlos Vollgas zu geben. Wahnsinn! Ein ums andere Mal kommen im Gitarrenbereich Assoziationen mit dem letzten MACHINE-HEAD-Album „The Blackening“ auf, wobei HEADSHOT grundsätzlich deutlich mehr im klassischen Thrashbereich, also irgendwo in der Nähe von FORBIDDEN oder EXODUS angesiedelt sind. Aber die genialen Gitarrenmelodien – die würde auch ein Robb Flynn sicherlich nicht von der Bettkante stoßen.

FAZIT: Mal galoppierend, mal schleppend, mal düster, dabei stets heftig, anspruchsvoll und die Melodie im Hinterkopf und – HEADSHOT decken das gesamte Spektrum des Thrash Metals ab. Und das mit einer Qualität, die höchsten internationalen Ansprüchen genügt.

PS: Das Cover, Jungs und Mädels, das habt Ihr aber von den Tschechen CITRON geklaut, oder? Deren 87er Album „Radegast“ wartet jedenfalls mit einer Fotografie auf, die als Vorlage für HEADSHOTs Coverartwork gedient haben könnte. [Album bei Amazon kaufen]

Lothar Hausfeld (Info) (Review 3539x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Fallen From Grace
  • Hell Remains
  • In Silence
  • Intensify My Fear
  • Synchronicity
  • State Of The Art
  • Sanctuary
  • Falling Off The Edge Of The World
  • Agony Of Sickness
  • Control Denied

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 08.07.2011

User-Wertung:
11 Punkte

Ich hab die fürs Legacy gehört und hab mich die ganze Zeit gefragt, wie die es geschafft haben, dass Mille ihr Album einsingt. Bis ich dann mit großer Verblüffung gesehen habe, dass das eine Dame ist. Krass...

Und *huld* @ Citron-Nerd-Wissen. *g*
Lothar [musikreviews.de]
gepostet am: 08.07.2011

Der Vergleich mit Mille drängt sich einfach auf. Und die Citron habe ich damals auf Klassenfahrt in Tschechien als LP gekauft, sonst wüsste ich das sicherlich auch nicht. Gehört habe ich die, glaube ich, nie. *g*
Till / HEADSHOT
gepostet am: 28.07.2011

Moin Jungs ! Danke für die Blumen ! Um den Coverspekulationen den Wind aus den Segeln zu nehmen --- die Fotos hat alle unser Gitarrist am Kyffhäuser Denkmal selbst geschossen, das liegt in Thüringen...aber das ist ja nicht so weit weg von der Tschechien...Beste Grüße !
Till
gepostet am: 28.07.2011

und das "der" vor Tschechien streichen... ;-)
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