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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Kampfar: Mare (Review)

Artist:

Kampfar

Album:

Mare

Medium: CD
Stil:

Pagan Black Metal

Label: Napalm Records / Edel
Spieldauer: 45:23
Erschienen: 25.03.2011
Website: [ Link ]

Kampfar: Mare

Musikalischer Erstkontakt. Eigentlich wollte sich der Verfasser dieser Zeilen schon länger mal mit dem Schaffen der Norweger KAMPFAR beschäftigt haben, doch bisher blieb es bei dem Vorhaben. Dann eben mit "Mare", dem fünften Album der Band, die zuletzt den Abgang von Gründungsmitglied Thomas zu verkraften hatte. Ob es daran liegt, dass "Mare" nicht unbedingt für Euphorie sorgt?

Aufgenommen wurde das Album mit Peter Tägtgren, was man "Mare" anhört. Die Drums bollern wuchtig und die Gitarren sind eher verwaschen, als schneidend. Insgesamt fühlt man sich von der Atmosphäre des Sounds an Immortal erinnert, was nun nicht gerade eine schlechte Referenz ist. Dehnt man den Vergleich aber auf das Songwriting aus, ziehen KAMPFAR deutlich den Kürzeren.

Vor allem fehlt es den Songs auf "Mare" an zündenden Ideen - einprägsame Melodien und knackige Riffs sind eher Ausnahme, als Regel. Auch die immer mal wieder einfließenden, leicht schräg wirkenden Folkelemente kommen nur spärlich zum Einsatz, diesbezüglich wissen zumindest das flotte "Ildstemmer" mit seinen Disharmonien, das räudige und leider zu kurze "Volvevers" und das abermals im gehobenen Tempo daher kommende "Nattgang" zu gefallen. Die anderen Songs finden meist in hymnischem Midtempo statt, ohne sich aber wirklich zu Hynmen entfalten zu können. Der eröffenende Titeltrack (der in Englisch gesungen wird, was bei KAMPFAR eine Neuerung darstellt) ist eine wahrlich nicht schlechte Nummer, hebt sich aber nicht wirklich vom Genrestandard ab. Das düster-experimentellere "Huldreland" kommt nicht auf den Punkt, gleiches gilt für "Bergtatt" und das etwas melancholischer angelegte "Trolldomspakt". Mit dem cool betitelten "Blitzwitch" gibt es einen zweiten englischsprachigen Song, doch auch trotz teilweiser Eingängigkeit ist der Nachdruck eher gering.

FAZIT: War da mehr zu erwarten? "Mare" ist ein passables Album, das über weite Strecken aber zu wenig fesselnde Ideen zu bieten hat und somit nur eines von vielen ist.

Andreas Schulz (Info) (Review 935x gelesen, veröffentlicht am 27.04.2011)
(6 Leser-Kommentare vorhanden)

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Mare
  • Ildstemmer
  • Huldreland
  • Bergtatt
  • Trolldomspakt
  • Volvevers
  • Blitzwitch
  • Nattgang
  • Altergang

Besetzung:

  • Bass - Jon
  • Gesang - Dolk
  • Schlagzeug - Ask

Alle Reviews dieser Band:

  • Mare (2011) - 9/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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Kommentare
Altergang
gepostet am: 27.04.2011

hm, wenn der Schreiber vorher keinen Kontakt mit der Band hatte kann er ja theoretisch gar nicht wissen, was die Euphorie um Kampfar ausmacht (das nur nebenbei bemerk).

Die englischen Texte auf "Mare" in den beiden Tracks sind auch kein Neuland, das wurde schon auf den Alben vorher praktiziert.
Der Vergleich mit den Lyrics und Immortal hinkt (und der hinkt selbst dann, wenn der Schreiber die Art von norwegisch versteht, die Kampfar in ihren Texten anwenden), wo genau die leicht schrägen Folkelemente sind will sich mir auch nicht erschließen und "Mare" als ein Album unter vielen abzutun ist beinahe - aber nur das - albern. Bei dem Album scheiden sich die Geister, und ich habe bisher auch einige gelesen, die dem Release nichts abgewinnen konnten. Allerdings finde ich Bezeichnungen wie "hymnisches Midtempo" und "gehobenes Tempo" mehr als schwammig .... meine 5 Cent zum Beitrag
Troll
gepostet am: 27.04.2011

User-Wertung:
5 Punkte

Ob man Kampfar kennt oder nicht hat mit der Qualität der Platte nix zu tun. Drauf gefreut und derb enttäuscht. Belanglose Liedchen ohne Tiefe. Die Abyss Produktion killt die Atmosphäre völlig. Die Band kann abtreten. "Mellom Skogkledde Aaser" reicht im Plattenschrank völlig.
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 28.04.2011

@ Troll: danke für den Hinweis, die "Mellom..." werde ich mir dann mal zu Gemüte führen.

@ Altergang: was ist an "hymnisches Midtempo" denn schwammig? Erwartest Du bpm-Angaben? Der Immortal-Vergleich bezog sich im übrigen auf die Atmosphäre, die die Tägtgren-Produktion erzeugt, nicht auf die Lyrics oder die norwegische Herkunft.
Altergang
gepostet am: 28.04.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Dehnt man den Vergleich aber auf das Songwriting aus, ziehen KAMPFAR deutlich den Kürzeren.

hm? dann versteh ich den Satz scheinbar nicht
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 28.04.2011

Damit meine ich die Qualität des Songwritings an sich, nicht im direkten Vergleich.
Heimgang
gepostet am: 02.05.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Geht nach Hause... Ein gutes Album ist das lobt ihr mal schön Amon Amarth und Primordial, hat auch jeder sein finished product? :D Sorry, aber ganz schwach das Review
Übrigens stört die Tägtgren Produktion nicht. Die Aura bleibt, die Songs krachen, gut dass es einige gibt die das zu würdigen wissen.
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