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Mötley Crüe: Greatest Hits (Review)

Artist:

Mötley Crüe

Mötley Crüe: Greatest Hits
Album:

Greatest Hits

Medium: LP/CD+DVD
Stil:

Glamrock

Label: Eleven Seven Music / EMI
Spieldauer: 78:55
Erschienen: 02.12.2011
Website: [Link]

Ich freue mich natürlich für MÖTLEY CRÜE, dass sie die Rechte an ihren Songs zurückerhalten haben und 30 Jahre nach Bandgründung endlich nicht mehr jeden Tag in ihrer Hinterhauswohnung Baked Beans essen müssen. Aber machen wir uns nichts vor, Weihnachten steht vor der Tür und der finanzielle Aspekt dürfte bei der zweiten „Greatest Hits“ betitelten Compilation des verrückten Haufens sicher nicht ganz weit im Hintergrund stehen, erschien genau dieses Werk bereits 2009 mit denselben Songs. Und von allen anderen Zweit-, Dritt- und Viertverwertungen wollen wir hier gar nicht reden.

Zweifellos ist der Einfluss MÖRLEY CRÜEs als Wegbereiter von Bands wie GUNS 'N ROSES und Epigonen nicht zu unterschätzen. Das Leben der Band, Musiker und Fans ist aber eine konsequente Achterbahnfahrt zwischen unfassbaren Hits und sprachlos machender Durchschnittlichkeit. Wirft man einen Blick auf das aktuelle und vielfältige Schaffen der Band von Biografien über Nikki Sixx (abolut lesenswert und schonunglos offen) und Vince Neil (der sich immer bedeckt hält) hin zum großartigen ersten SIXX.A.M. Album, dem leider in diesem Sommer ein sehr kommerziell orientierter Zweitling folgte, und der CRÜE-Knaller-LP „Saints Of Los Angeles“, geht es aber gerade wieder bergauf, was sicher nicht zum unerheblichen Teil der zunehmenden Drogenfreiheit der Band zu verdanken ist.

Greatest Hits“ sind die größten Hits und nicht die besten Songs einer Kapelle, der Titel dürfte für einen Großteil der Lieder also zutreffen, sind hier doch alle Klassiker der Band vertreten, die aber zumindest jedem Metal-Fan bekannt sein dürften. Als Kaufanreiz mischt man 2009 noch mit „Sick Love Song“ und „Primal Scream“ zwei Songs aus dem Live-Programm unter, die ihren Weg bisher nur auf andere Compilations gefunden hatten, ergänzt mit „If I Die Tomorrow“ eine wunderschöne Power-Ballade und remixt „The Animal In Me“. Das Ego von Vince Neil und Tommy Lee ist aber so groß, dass hier nur Songs der Original-Crüe vertreten sind, die Alben mit John Corabi und Randy Castillo bleiben außen vor.

Betrachtet man diese Zusammenstellung genauer, ist für den „normalen“ Fan der Band, der nicht jeden seltenen Song unbedingt besitzen muss, „Greatest Hits“ also auch schon 2009 entbehrlich und allenfalls für den Komplett-Sammler und zum Anfixen neuer Fan-Scharen interessant. Und für genau jene packt man jetzt eine Live-DVD vom Crüe-Fest obenauf, die aber leider der unsäglichen MP3-Promotion-Maschine zum Opfer fällt und es somit fraglich bleibt, ob sich eine Anschaffung hier wirklich lohnt.

FAZIT: Große Hits hatten MÖTLES CRÜE viele. Diese werden hier mit bereits bekannten seltenen Songs erneut feil geboten. Wer die Band nicht kennt oder nur die Hits braucht, wird hier gut bedient. Für den Fan ist „Greatest Hits“ aber nicht essentiell, wird er doch die entscheidenden Alben besitzen.

Dr. O. (Info) (Review 4060x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Too Fast For Love
  • Shout At The Devil
  • Looks That Kill
  • Too Young To Fall In Love
  • Smokin In The Boys Room
  • Home Sweet Home
  • Wild Side
  • Girls, Girls, Girls
  • Dr Feelgood
  • Kickstart My Heart
  • Same Ol' Situation
  • Don't Go Away Mad (Just Go Away)
  • Without You
  • Primal Scream
  • Sick Love Song
  • Afraid
  • If I Die Tomorrow
  • Saints Of Los Angeles
  • The Animal In Me (Remix)

Besetzung:

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