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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Purgatory: Necromantaeon (Review)

Artist:

Purgatory

Album:

Necromantaeon

Medium: CD
Stil:

Death Metal

Label: War Anthem / Soulfood
Spieldauer: 32:36
Erschienen: 04.02.2011
Website: [ Link ]

Purgatory: Necromantaeon

Auch schon lange dabei sind die deutschen Todesblei-Fanatiker PURGATORY und so ist "Necromantaeon" bereits das sechste Album der 1993 gegründeten Band. Darauf gibt es etwas mehr als eine halbe Stunde lang traditionellsten Death Metal der alten Schule zu hören.

Der wurde von Patrick W. Engel in den Rape Of Harmonies Studios extrem fett produziert und so hämmern die Songs mit jeder Menge Wucht aus den Boxen. Die wiederum sind keiner der Subgenres des Death Metals klar zuzuordnen, mal klingt man leicht schwedisch, dann wieder mehr nach Nordamerika und MORBID ANGEL, hier und da fühlt man sich auch mal an die polnische Variante erinnert - gemein ist ihnen allen aber das hoch Maß an Brutalität, die hier das Maß der Dinge ist. Gelegentlich lässt man wie in den Soli von "Glorification Of The Lightbearer" ein paar harmonischere Momente zu, doch über weite Strecken wird hier derbe mit der blutigen Rinderkeule auf den Hörer eingedroschen.

Diese Vorgehensweise erinnert leicht an die Berliner Thrash-/Death-Brutalos von POSTMORTEM, die ebenfalls viel Wert auf ein gewalttätiges Klangbild legen. Das jedoch wirkt auf Dauer etwas ermüdend, zumal das Songwriting zwar weit davon entfernt ist, schlecht zu sein, doch fehlen im Geböller ein wenig die Aha-Effekte. So lässt ein räudiger Song wie "Scourging Blasphemies" sicherlich aufhorchen, insgesamt kommt das aber zu selten vor, als dass man hier von einem besonderen Album sprechen könnte.

FAZIT: Überdurchschnittliche Kost für solche, die sich ausschließlich von Todesblei ernähren, wer sich aus dem großen Kuchen nur ab und an die Rosinen pickt, wird wohl nicht bei PURGATORY landen.

Andreas Schulz (Info) (Review 1177x gelesen, veröffentlicht am 15.02.2011)
(1 Leser-Kommentar vorhanden)

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Arrival Of The Undivine
  • Reaping The Diseased
  • Where Darkness Reigns
  • Glorification Of The Lightbearer
  • Downward Into Unlight
  • Scourging Blasphemies
  • Calling The Grand Destroyers
  • Necromantaeon
  • The Collapse Of Tides

Besetzung:

  • Bass - Peter Wehner
  • Gesang - Mirko Dreier
  • Gitarre - René Kögel
  • Schlagzeug - Lutz Göhzold

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Interviews:
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Kommentare
Mirko
gepostet am: 15.02.2011

User-Wertung:
11 Punkte

Im Fazit finde ich wohl nicht wieder, allerdings bin ich bei Musik mittlerweile ziemlich patriotisch, sodass auch diese Scheibe den Weg in mein CD Regal gefunden hat.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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