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Children Of Bodom: Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth) (Review)

Artist:

Children Of Bodom

Children Of Bodom: Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth)
Album:

Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth)

Medium: CD+DVD
Stil:

Melodic Extreme Metal

Label: Spinefarm / Universal
Spieldauer: 78:31
Erschienen: 18.05.2012
Website: [Link]

Im März 1998 erschien das Rock Hard mit der zehnten Auflage seines Dynamit-Samplers. An dritter Stelle darauf befand sich eine Newcomerband aus Finnland: CHILDREN OF BODOM. Der Song: "Deadnight Warrior", ein furioser Dreieinhalbminüter, der extremen Metal mit Black-Metal-Anleihen im Gesang in ein hochmelodisches Gewand packte und mit einem an die Großtaten von RUNNING WILD erinnernden Solo glänzte. Eine geile, ungewöhnliche Nummer einer Band, die von Anfang an einen eigenen, mitunter spektakulären Stil mitbrachte und sich somit schnell eine Fanbasis erschuf. 15 Jahre später ist die Band um Flitzefinger und Hobby-Koprolalist Alexi Laiho Finnlands zweitgrößter Metalexport nach NIGHTWISH.

Genauso lange bin ich Fan der Band. Den Höhepunkt dieses Daseins erlebte ich mit dem Gewinn einer Gitarre, die im Rock Hard verlost wurde und von allen Bandmitgliedern unterschrieben wurde. Das Teil wurde mir von Alexi persönlich vor einem Konzert in der Bochumer Zeche überreicht und hat seitdem einen Ehrenplatz im Wohnzimmer. Die Leidenschaft für die Musik der Band hat in den letzten Jahren jedoch ein wenig gelitten, was auch daran lag, dass die Melodien im Schaffen der Band ab dem "Hatecrew Deathroll"-Album weniger dominant wurden und die erfrischende Raserei der ersten zwei, drei Alben einem groovigeren Ansatz wich. Damit wurden die Finnen zwar noch erfolgreicher, für mich war "Are You Dead Yet?" jedoch das erste Album, das mich nicht restlos begeisterte.

Nach sieben Studioalben, einem Coveralbum, zwei Livedokumenten und drei Singles/EPs gibt es anlässlich der 15-jährigen Bandjubiläums nun eine erste Best-Of-Zusammenstellung der Bodom-Kinder. Die jedoch für Fans der Band nicht wirklich viel Gegenwert bietet. 18 der 20 Tracks kennt man in- und auswendig, zumal viele der Songs auch Standards bei den Konzerten der Finnen sind. Neue eigene Songs gibt es keiner, dafür aber zwei bislang unveröffentlichte Coversongs, die zumindest den Humor der Band gut aufzeigen. "I'm Shipping Up To Boston" ist im Original von den Folkpunkern DROPKICK MURPHYS und wird dementsprechend rotzig dargeboten, die Dudelsäcke spielt Janne auf seinem Keyboard nach. Mit dem Grammy-prämierten "Jessie's Girl" von RICK SPRINGFIELD beweist man seine Vorliebe für aus Metallersicht eher skurrile 80er-Perlen.

Neben Linernotes, die von den Musikern selbst verfasst wurden, enthält das Package noch eine DVD, die der Promo jedoch nicht bei lag. Zu sehen gibt es darauf das neue Video zum Song "Shovel Knockout", das man aber auch auf der eigenen Homepage zeigt, sowie diverse Backstage- und Reiseszenen. Wertig geht anders. Darüber hinaus ist "Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth)" jedoch wirklich nur eine reine, aber fast komplette Zusammenstellung der größten Hits der CHILDREN OF BODOM, wobei hier natürlich jeder eine andere Meinung darüber hat, welche Songs einer Band, die keine wirklichen Singlehits vorweisen kann, auf eine solche Zusammenstellung gehören.

FAZIT: Für langjährige Anhänger bietet "Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth)" zu wenig Gegenwert und riecht schon fast nach Abzocke, wer jedoch der Meinung ist, dass eine Best Of von CHILDREN OF BODOM völlig ausreicht, wird gut bedient.

Andreas Schulz (Info) (Review 2800x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Hate Crew Deathroll
  • Shovel Knockout
  • Hate Me
  • Everytime I Die
  • Needled 24/7
  • I'm Shipping Up To Boston
  • Sixpounder
  • Warheart
  • Roundtrip To Hell And Back
  • Trashed, Lost & Strungout
  • Living Dead Beat
  • Deadnight Warrior
  • Blooddrunk
  • Follow The Reaper
  • Are You Dead Yet?
  • Silent Night, Bodom Night
  • Jessie's Girl
  • In Your Face
  • Angels Don’t Kill
  • Downfall

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Andreas B.
gepostet am: 17.05.2012

Das Debut hat mich 1998 echt begeistert. Die anschließende Sound-Korrektur in Richtung Gameboy-Japan-Metal dagegen weniger. "Something Wild" war wirklich nur Programm des ersten Tonträgers. Schade eigentlich. :)
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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