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Day Six: Samples Of Genetic Wisdom – Captured To Survive (Review)

Artist:

Day Six

Day Six: Samples Of Genetic Wisdom – Captured To Survive
Album:

Samples Of Genetic Wisdom – Captured To Survive

Medium: LP+CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Freia Music
Spieldauer: 73:44
Erschienen: 30.11.2012
Website: [Link]

Zum zehnten Geburtstag spendieren Freia Music den niederländischen Proggern DAY SIX eine Compilation aus Songs ihrer beiden Alben (Debüt 2003, Nachfolger 2010 über Lion Music) nebst bislang Unveröffentlichtem. Das Label hat sich auf hochwertiges Vinyl mit Bonus-CDs spezialisiert und spendet einen Großteil der Einnahmen wohltätigen Organisationen.

Die Kompositionen von DAY SIX sind der metallischen Seite des Genres zugetan und dauern generell überdurchschnittlich lange, strengen dabei allerdings selten an, weil die Band recht transparent aufspielt. „Castel Gandolfo“ (vom Alien-Konzeptwerk „The Grand Design“) besitzt einen dezent orchestralen Fokus auf zudringliche Melodien, und schreitet wie die meisten Tracks im gemächlichen Tempo voran. „Massive Glacial Wall“ ist der erst ungewohnt sachte, dann bedrohlich stampfende Opener des besagten Albums. Über solche Spannung verfügt auch das folgende „Age Of Technology“ (in einer anderen Version ebenfalls auf einer Promo-Zweitrack-CD vertreten), in dem über acht Minuten hinweg vor allem rhythmisch einiges geschieht. Getragene Passagen wechseln sich mit dicht arrangierten ab, die ansonsten retrospektiv analog tönenden Keyboards steuern Echolot-Sounds bei und garantieren einen recht intensiven Trip.

„Legend Of The Hollow“und das viertelstündige „The Crypt vom Einstand, auf dem sie an erster beziehungsweise letzter Stelle standen, tönen noch etwas konservativer und verspielt, man mag auch sagen zu weitschweifig. Die Musik fließt nicht, was vor allem am hölzernen Drumming und den kitschigen Fanfaren liegt, aber die Arrangement-Fähigkeiten der Musiker und das virtuose Bassspiel – beides Charakteristika von DAY SIX – sind ebenso bereits im Ansatz vorhanden wie van Stiphout Talent für zugängige Gesangslinien. Da „Dark Tower“, das ebenfalls aus dieser Zeit stammt, etwas kürzer ausgefallen ist, funktioniert das Wechselspiel zwischen epischem Müßiggang, wie man ihn von vielen Bands aus den Neunzigern kennt, und virtuosen Ansätzen.

„Jareth“, das erste der beiden neu zu hörenden Stücke, klingt ebenfalls, als sei es schon etwas älter, und orientiert sich am unterkühlten britischen Neo Prog. Wiederum bewahrt der Gesang die fast zehnminütige Komposition vorm Zerfransen, wohingegen „Into The Underworld“ mit Urwald-Geräuschen und Keyboard-Chören eine markante Atmosphäre aufwirbelt und durch seine wiederkehrende Melodie besticht. Ein Ausblick auf Zukünftiges? Es wäre nicht der schlechteste.

FAZIT: DAY SIX sind keine Innovatoren und im metallischen Prog eher in der zweiten Reihe anzusiedeln. Wie für die Niederlande zu erwarten darf man an der handwerklichen Umsetzung ihrer Epen nichts bemängeln, bloß sind sie nicht durchweg zwingend ausgefallen. Mischung aus EGDON HEATH und PARALYSIS gefällig? Greifen Sie zu …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 4428x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Castel Gandolfo
  • Massive Glacial Wall
  • Age Of Technology
  • Legend Of The Hollow
  • The Crypt
  • Dark Tower
  • Jareth
  • Into The Underworld

Besetzung:

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