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Emerald Park: Absolute Zero (Review)

Artist:

Emerald Park

Emerald Park: Absolute Zero
Album:

Absolute Zero

Medium: CD
Stil:

Vollkornkeks-Poprock

Label: AF Music/Danse Macabre
Spieldauer: 37:32
Erschienen: 30.03.2012
Website: [Link]

Wa... wawa... was ist denn mit denen passiert? Stand „For Tomorrow“, das Vorgängeralbum, noch eher in der Sonne des Indie Rock, haben sich EMERALD PARK auf ihrem neuen Album den Bequemhörern komplett geöffnet. Hier tut nix mehr weh, alles wird mit einem fast aufgesetzten Dauergrinsen dargeboten, es wird nirgendwo mehr angeeckt, die Songs flutschen ohne Widerstand ins Ohr.

Und wieder hinaus.

Man könnte das Gefühl haben, das Septett tränke nur noch Matetee, äße dazu ein paar Tofu-Würstchen oder nehme hinterher täglich an einem spirituellen Antiaggressionsseminar teil, in welchem sämtliche negativen oder als negativ interpretierbaren Energien ausgetrieben werden. Alles mit verzerrten Gitarren fliegt zu Hause aus dem Plattenschrank, und wir fühlen uns alle glücklich. Lächeln! Jaaa, so ist‘s richtig.

Was bei vielen Bands grundehrlich herüberkommt und auch ansteckt, wirkt auf „Absolute Zero“ oftmals unglaublich krampfhaft, so als wollten EMERALD PARK ihre positive Energie auch akustisch, ja fast in Sektenguru-Manier, vermitteln. Sicherlich, es ist eine Frechheit, der Band so etwas zu unterstellen, aber es soll ihr ja gar nichts unterstellt werden - es sind eher Bilder, die im Kopf des Rezensenten entstehen. Unweigerlich. Mundwinkel hoch, zefix!

Man stelle sich einfach mal vor, R.E.M. zu ihrer Happyphase, BELLE & SEBASTIAN, DEATH CAB FOR CUTIE und ein erleuchteter Sozialkundelehrer wollen die Welt verbessern, basteln ein großes Transparent und beschmieren es dermaßen extrem mit - natürlich nur freundlichen - Farben, dass es klebt. Richtig klebt. Ganz furchtbar klebt. Elendiglich eklig klebt. Wer wird denn da schmollen?

FAZIT: Nichts gegen ultrapositive, lebensbejahende Musik, schließlich liebe ich die Grinsefisch-Attitüde von YOU SAY FRANCE & I WHISTLE, aber das hier ist von einer Aufdringlichkeit und SozPäd-Plakativität durchsetzt, die einem den Magen umdreht. Lächeln! Cheeeese!

Chris Popp (Info) (Review 2140x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Reality Bites
  • Never Say Never Again
  • Spain
  • Bergsgatan
  • Someone To Love
  • Things
  • The Night I Proclaimed Your Love
  • Rear View Mirror
  • A Beautiful Morning
  • The Rules Of Engagement
  • Outro

Besetzung:

  • Sonstige - Martina Johansson, Daniel Jönsson, Conny Fridh, Måns Katsler, Mattias Wilke, Frans Af Schmidt, Tobias Danielsson Borelius

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Interviews:
  • keine Interviews
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