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Escape With Romeo: Samsara (Review)

Artist:

Escape With Romeo

Escape With Romeo: Samsara
Album:

Samsara

Medium: CD
Stil:

Synthiepop / Wave / Postpunk

Label: Zeitklang / Nova Media
Spieldauer: 56:18
Erschienen: 16.03.2012
Website: [Link]

Bereits das zehnte Album veröffentlicht die 1989 in Köln gegründete Formation ESCAPE WITH ROMEO, die ihren Stil als "Post Punk meets modern Electronica" bezeichnet. Die Postpunk-Elemente sind im Laufe der Zeit jedoch ein wenig in den Hintergrund getreten, auf "Samsara" begegnet einem viel mehr eine Kombination aus Synthiepop und gitarrenlastigem Wave. Eine Neuerung ist dabei zu verzeichnen, denn zum ersten Mal finden sich auch deutschsprachige Songs auf einem Album von ESCAPE WITH ROMEO.

Nicht neu ist dagegen, dass Bandkopf Thomas Elbern gerne mal den Vocoder zur Verfremdung seiner ansonsten angenehmen, warmen Stimme benutzt. So auch in einigen Stücken auf dem neuen Album. Ebenso charakteristisch sind die einschmeichelnden Melodien, die die meist eingängigen Songs auszeichnen. Dabei wandelt man auf dem schmalen Grat zwischen Poppigkeit und Düsternis, keines der beiden Elemente soll dabei zu sehr dominieren. Das jedoch gelingt nicht immer, so manch ein Kehrvers ("Wrong Laila", "Eleisia", "Utopia") erscheint ein bisschen zu freundlich geraten. In den Songs, in denen den Gitarren mehr Platz eingeräumt wird, erinnern ESCAPE WITH ROMEO dabei ein bisschen an DIARY OF DREAMS ("Sie liebt dich (nicht)", "Vom heiligen Krieg") oder CLAN OF XYMOX, die auf ähnlichen Wegen unterwegs sind. Leider driften Songs wie "Spring auf den Zug" oder "Stadt ohne Namen" auch aufgrund der simplen Beats ein wenig in Richtung Düsterschlager ab.

Mit dem flotten, leicht schwermütigen Poprocker "Everyone Against Everyone" gelingt ein ordentlicher Einstieg ins Album, in der Folge geht es in "Simulationen" und "Ground Control" deutlich Richtung Synthie- und Future Pop. Als Highlight erweist sich "Tears Of Kali", das von einer simplen, aber effektiven Synthiemelodie geführt wird und später rockiger wird. Ein toller Song, der aber recht allein auf weiter Flur steht. Die eher konservativem Songwriting entsprungen Tracks wissen zwar meist zu gefallen, packen aber nicht so richtig zu. Dazu passt, dass die deutschen Texte zwar durchaus Anspruch haben, aber etwas verkopft wirken und nicht unbedingt von Herzen kommend. Somit gelingt es "Samsara" in letzter Instanz auch nicht, das Herz des Hörers zu umschließen.

FAZIT: Objektiv ist "Samsara" ein gutes, abwechslungsreiches Album für Leute, die düster-elektronische Popmusik mit Niveau mögen. Mir persönlich fehlt aber der emotionale Tiefgang, weshalb es nur zu neun Punkten mit Tendenz nach oben reicht.

Andreas Schulz (Info) (Review 2809x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Everyone Against Everyone
  • Simulationen
  • Sie liebt dich (nicht)
  • Ground Control
  • Tears Of Kali
  • No Place To Go Now
  • Spring auf den Zug
  • Freier Fall
  • Enter Samsara
  • Wrong Laila
  • Stadt ohne Namen
  • Vom heiligen Krieg
  • Eleisia
  • Utopia

Besetzung:

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