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Family: Portrait (Review)

Artist:

Family

Family: Portrait
Album:

Portrait

Medium: CD
Stil:

Heavy Stoner Classic Rock

Label: Pelagic Records
Spieldauer: 47:01
Erschienen: 29.10.2012
Website: [Link]

Diese FAMILY hat nichts zu tun mit den alten Recken um ROGER CHAPMAN, die es tatsächlich 2013 noch einmal auf der Bühne krachen lassen wollen. Krachen lassen will es die Familie aus Brooklyn auch auf ihrem Debüt. Und es gelingt auch ein ums andere Mal. Wenn man sich gelegentlich CHAPMAN sehnlich herbeiwünscht. Denn Sänger Kurt Applegate schreit sich zwar die Seele aus dem Leib, man möchte ihm aber mehr als einmal zuraunen: „Ruhig Brauner, jetzt komm erst mal runter und dann erzählst du alles schön ruhig von vorn!“ Denn die aggressiv überreizten Vocals braucht die zwischen Stoner- und Classic-Rock mit starkem Metal-Anteil angesiedelte musikalische Melange gar nicht, um zu überzeugen. So sind auch die längeren instrumentalen Phasen, von denen es glücklicherweise etliche gibt, am Überzeugendsten.

Verweismäßig präsentieren uns FAMILY das volle Pfund. Unter LED ZEPPELIN, TOOL, MASTODON, UNSANE, BARONESS und MARS VOLTA wird gar nicht erst angetreten. Spurenelemente sind wohl vorhanden, Wille ist durchaus erkennbar, doch zumindest von der wilden, ausufernden und hochkomplexen Experimentierlust MARS VOLTAs ist kaum etwas zu spüren.

Stattdessen eher schmuckloser, voranpreschender Rock, dessen Stärken dort liegen, wo die Band ungebunden drauflos spielt, sich die beiden Gitarristen schwerblütige Duelle liefern oder gemeinsam die Songs durchpflügen. Was besonders gut in der zweiten Albumhälfte gelingt. Das hervorragende „The Wonder Years“ besitzt gar an AC/DCs “Hells Bells“ erinnernde Riffs, im erst psychedelisch-entspannten, dann eruptiven „Othermother“ ist Applegates Stimme freundlicherweise recht weit in den Hintergrund gemischt, während vorne eine langanhaltendes Bleigewitter stattfindet.

Ebenfalls gelungen sind die (wenigen) zurückhaltenden, melodischen, im Alternative Rock fußenden Momente („Bopsky“) und vertracktere Passagen („Illegal Women“); jeweils bevor der Gesang startet. Und danach.

FAZIT: „Portrait“ ist kein filigranes, aber trotz seiner schlichten Schwere abwechslungsreiches Album, das mit jedem Hördurchgang wächst. Seine Meriten besitzt es im instrumentalen Bereich, die besonders im zweiten Teil ausführlich zum Tragen kommen.
Wer auf aggressiven Schreigesang steht, kann zwei bis drei Punkte zur Wertung hinzuzählen.

Jochen König (Info) (Review 2411x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Bridge & Tunnel
  • Daddy Wronglegs
  • Bopsky
  • Illegal Women
  • Delphonika
  • The Wonder Years
  • Othermother
  • Exploding Baby

Besetzung:

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Interviews:
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