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Conium: Yeah (Review)

Artist:

Conium

Conium: Yeah
Album:

Yeah

Medium: CD
Stil:

Grunge / Hardrock

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 51:45
Erschienen: 07.10.2011
Website: [Link]

Nach ihrem Debütalbum "Yeah" verstreuten sich CONIUM mehr oder weniger in alle Winde, doch mittlerweile haben die Potsdamer wieder Blut geleckt - und nein sie sind mitnichten die typische Retro-Combo mit obligatorischen Stoner- und Echtmetall-Einflüssen. Grunge in seiner ursprünglichen Form, allerdings kaum vom ruppigen Punk beeinflusst ("Parts" vielleicht ausgenommen), kennzeichnet den Stil der Gruppe zuallererst.

Der Sound von "Yeah" ist entsprechend "garagig", aber stimmungsvoll und dynamisch genug ausgefallen, und produktionstechnisch unterbelichtet klingt einzig das Schlagzeug. Generell wirken einige Arrangements (das funkige "Kopfkino") noch ein wenig holprig, doch dies passt wiederum zum allgemeinen Seattle Tenor, den "Yeah" anschlägt. Die kernige Stimme von Sänger Benito überzeugt nur dann nicht, wenn er allzu aggressiv blökt oder wie in der ersten Hälfte von "Hope" versucht, balladesk zu intonieren.

Ausreichend Raum für Jam-artige Passagen, die bereits den Opener "Unite" kennzeichnen, geben sich die Musiker, wenn ihnen die Songideen auszugehen scheinen, was man einige Male zu bemerken glaubt ("Anchor"). Das psychedelische Doppel aus "Der NoiÄ" und dem vom Bass befeuerten "Travel" wurde in erster Linie auf den Text ausgerichtet, wobei sich der Frontmann als hörbar leidenschaftlicher Anwärter auf charismatische Showman-Qualitäten herausstellt.

Zur Inspiration dienen den Jungs vermutlich die üblichen Verdächtigen: QOTSA und Artverwandtes, worauf auch der bewusst bauchig dumpfe Sound insbesondere der Gitarren hindeutet. Insgesamt erinnert "Yeah" immer wieder an eine klanglich und kompositorisch nicht ganz so gelungene Neuauflage von SUNs "Jam House Wah" (übersehener Klassiker des deutschen Alternative) und ist ein herzliches Zeugnis einer Band in ihrer Frühphase.

FAZIT: CONIUM sollte man als weitere interessante Echtrock-Truppe aus dem Osten (neben STONEHENGE oder MINERVA) auf dem Schirm behalten. Ihr teils roher, teils gewollt filigraner Grunge-Sound ist im gegenwärtigen Musikgeschehen schon wieder einzigartig und wird mit spürbarer Begeisterung dargeboten. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1295x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Unite
  • Travel
  • Child
  • Kopfkino
  • Der NoiÄ
  • Parts
  • Hope
  • Anchor

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Yeah (2011) - 10/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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