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Prostitute Disfigurement: From Crotch To Crown (Review)

Artist:

Prostitute Disfigurement

Prostitute Disfigurement: From Crotch To Crown
Album:

From Crotch To Crown

Medium: CD
Stil:

Brutal Death Metal

Label: Willowtip
Spieldauer: 41:26
Erschienen: 04.02.2014
Website: [Link]

Die holländische Death/Grind-Szene ist seit jeher für Überraschungen bekannt: sowohl was schlechten Geschmack anbelangt, als auch qualitativ grandiose Alben, die hier mit Regelmäßigkeit veröffentlicht werden. „From Crotch To Crown“ ist das erste Album unter dem amerikanischen Brutalo-Label Willowtip – hier erfreuen sich die Holländer bester Gesellschaft und legen mit ihrem nunmehr vierten Longplayer die Messlatte für die Releases im Genre Brutal Death Metal sehr hoch an.

From Crotch To Crown“ ist unglaublich brutal, ein verdammt straightes Brett und sicher eines der stärksten Alben in dieser musikalischen Sparte. Sicher – ein Blick auf Artwork, Songtitel und Texte lässt keine Fragen offen und schon hier werden sich die Geister scheiden: denn rein inhaltlich überschreiten PROSTITUTE DISFIGUREMENT Grenzen, die jenseits des guten Geschmacks liegen und der Hörer sich bei jedem der zehn Songs fragen muss, woher die ganze Wut stammt und ob man eigentlich im Umland von Veldhoven nachts nicht einmal zum Späti Bier holen gehen möchte.

Andererseits ist „From Crotch To Crown“ genau das, was man von einem Album im Brutal Death Metal-Bereich erwartet: ultrahart, brutal und ungeschönt und weitab von jedwedem Kompromiss. Die einzelnen Songs sind trotz ihrer unglaublichen Härte sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich. Trotz Geschwindigkeit im Anschlagsbereich, finden sich viele Parts, die aufhorchen lassen und die einzelnen Songs voneinander abheben: so findet man von Midtempo Parts („From Crotch To Crown“) über eingängigen, fast schleppenden Groove ('Dismember The Transgender') bis hin zu fast lupenreinen Death Metal-Soli ('Under The Patio') so ziemlich alles – man muss sich nur auf die wüsteste Gedärmschlacht einstellen und einlassen.

Im Gegensatz zum Vorgänger „Descendants Of Depravity“ zeigen PROSTITUTE DISFIGUREMENT noch einmal eine immense Steigerung auf – vor allem im Songwriting hat die Band einen guten Mittelweg aus technischer Finesse und schnöder Brutalität und überzeugt beim Großteil der Songs auf gesamter Linie. Auch der Sound ist für eine Death Metal-Produktion erste Sahne – trotz Trigger hat der Hörer niemals das Gefühl, im amerikanischen Sog von über-produzierten Death Metal-Fäkalien ertränkt zu werden und wird immer wieder von der Bodenständigkeit des Releases auf den Boden geholt.

FAZIT: „From Crotch To Crown“ ist mit Abstand das Beste und auch das Schlimmste, was es in diesem Genre in den letzten Jahren zu Hören gab. Musikalisch grandios, textlich unterirdisch demonstrieren die Holländer, wer hier wirklich in der ersten Liga spielt. Würde die Platte zum Ende hin nicht durch die beiden Songs 'Set Forth To Annihilate' und 'Compulsive Beheading Disorder' etwas abfallen, wäre auf jeden Fall die Höchstpunktzahl drin gewesen. So bleibt ein überragendes Album, das jeden Fan im Brutal Death Metal überzeugen sollte. Mal sehen, was 2014 im Genre noch vom Stapel gelassen wird – aber PROSTITUTE DISFIGUREMENT sind ohne Frage ein Anwärter auf die brutalste Platte des Jahres.

Anspieltipps: Only Taste For Decay, Battered To The Grave, Dismember The Transgender, Under The Patio, From Crotch To Crown, Reduced To Stumps, Glorify Through Cyanide, Crowned In Entrails

Oliver Schreyer (Info) (Review 2473x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Only Taste For Decay
  • Battered To The Grave
  • Crowned In Entrails
  • Dismember The Transgender
  • Under The Patio
  • From Crotch To Crown
  • Glorify Through Cyanide
  • Set Forth To Annihilate
  • Compulsive Beheading Disorder
  • Reduced To Stumps

Besetzung:

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