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Red Dragon Cartel: Red Dragon Cartel (Review)

Artist:

Red Dragon Cartel

Red Dragon Cartel: Red Dragon Cartel
Album:

Red Dragon Cartel

Medium: CD
Stil:

Hardrock

Label: Frontiers Records
Spieldauer: 46:14
Erschienen: 24.01.2014
Website: [Link]

Die Rechnung hinter RED DRAGON CARTEL ist eine einfache: Wir haben einen berühmten Gitarristen, laden ein paar bekannte Musiker ins Studio ein, und fertig ist das Spitzenalbum. Doch wie so häufig: Der Teufel steckt im Detail.

Denn es reicht eben nicht, dass man mit Jake E. Lee einen namhaften Gitarrenhelden in seinen Reihen hat. Zwar hat Lee, in den 80er-Jahren unter anderem mit OZZY („Bark At The Moon“ und „The Ultimate Sin“) sowie den BADLANDS mit einem durchaus veritablen Erfolg gesegnet, seitdem aber weitgehend im Rockerruhestand verweilend, nichts von seinen Fingerfertigkeiten verloren – man höre nur einmal das furiose Solo in „Slave“ – doch reicht diese Gitarrenschwalbe nicht, um aus einem lauen Frühlingsabend einen Hardrock-Sommer zu machen.

Denn den Songs fehlt es zu häufig an Durchschlagskraft und Nachhaltigkeit, irren ein wenig ziellos zwischen klassischem OZZY-Hardrock der 80er („Feeder“, „Fall From The Sky“) und modern geprägten Rocksongs mit Hang zur Dissonanz („Big Mouth“) umher. Der etatmäßige Sänger D. J. Smith ist nicht eben ein variables Stimmbandwunder, klingt eher wie eine schwachbrüstige Version von Ozzy Osbourne – doch dass man mit Robin Zander (CHEAP TRICK), Paul Di‘Anno (Ex-IRON MAIDEN), Maria Brink (IN THIS MOMENT) und der kanadischen Solo-Artistin Sass Jordan gleich vier Gastsänger/innen ins Boot geholt hat, sorgt dafür, dass das Album ein wenig zerrissen und unausgeglichen klingt. Eine weitere Armada von Gastmusikern – von PANTERA über FIVE FINGER DEATH PUNCH bis KYUSS – lässt zudem vermuten, dass RED DRAGON CARTEL ihrem eigenen Material nicht so ganz trauen und gerne noch Käufer gewinnen würden, die zu jung sind, um zu wissen, wer eigentlich Jake E. Lee ist. Klar, das Schielen über den Tellerrand ist durchaus angebracht, denn auf Dauer muss man auch artfremde Einflüsse zulassen, um künstlerisch nicht auszubluten: Aber wenn man schon Songs der anderen Art schreibt, sollten diese zumindest den Albumfluss nicht entscheidend stören und qualitativ ansprechend sein. Beides ist RED DRAGON CARTEL zu weiten Teilen eben nicht gelungen.

FAZIT: Licht und Schatten wechseln sich auf dem Debüt der Amerikaner ab – mit Tendenz zu den dunklen Elementen. Die Band scheint nicht ganz einig zu sein, welche Richtung man einschlagen möchte, verhaspelt sich dabei, sich möglichst breit aufzustellen und möglichst viele unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen, und vergisst darüber hinaus, das größte Pfund, das man besitzt – nämlichen den Gitarristen – entsprechend ins Licht zu setzen.

Lothar Hausfeld (Info) (Review 2567x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Deceived
  • Shout It Out
  • Feeder (feat. Robin Zander)
  • Fall From The Sky (Seagull)
  • Wasted (feat.Paul Di’Anno)
  • Slave
  • Big Mouth (feat. Maria Brink)
  • War Machine
  • Redeem Me (feat. Sass Jordan)
  • Exquisite Tenderness

Besetzung:

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