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Cosmic Wheels: Cosmic Wheels (Review)

Artist:

Cosmic Wheels

Cosmic Wheels: Cosmic Wheels
Album:

Cosmic Wheels

Medium: CD/Download/12"Vinyl
Stil:

Retro Fuzz Rock

Label: Heavy Psych Sound
Spieldauer: 44:43
Erschienen: 29.05.2015
Website: [Link]

Gähnend öffnet sich zu Beginn dieser Produktion der Schlund des instrumental-pychedelischen Nirvanas, flankiert von Hammond, Tomdonnerschlägen und schwer wabernden Gitarrensounds – oder war es der Mund des Hörers, der sich da auftut? Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber was hier als COSMIC WHEELS feil geboten wird, hat für Insider schon einen eisgrauen Bart. Die Chronisten berichten vom Brüderpaar Paul (u.a. RADIO MOSCOW) und Vincent Marrone, die im Jahr 2007 eine knappe Dreiviertelstunde Endsechziger-Blues-Rock-Jam mitschnitten und bei myspace einstellten. Nach einem weiteren Upload bei last.fm fand das Material schließlich seinen Weg zu den Retro-Spezialisten vom Heavy Psych Sounds-Label.

Die acht Instrumentalstücke nebst zwei Songs mit verhalltem, recht schrägem Gesang sind eher Statement und Hommage an die gute, alte Zeit denn eigenständiges künstlerisches Produkt. Die Marrones finden meist einen einigermaßen hübschen Einstieg, bei Titel zwei mit Slidegitarren, im Folgetrack mit einer Orgel, und servieren dann in mehr oder weniger loser Folge diverse Riffs. Ein Zusammenhang zwischen den „Songteilen“ ist längst nicht immer gegeben. Und fast alles war irgendwie schon mal da. Höhepunkte sind diesbezüglich der erwähnte dritte Titel mit einem „Blues über das Black Night-Mainriff“ und der „Bird Has Flown“-Beginn von Titel acht. Handfeste Soli oder irgendwelche anderen aufregenden Strukturen sind dagegen nicht vorhanden. Und auch die gesungenen Titel „No One Knows Where They've Been“ und „12 O'Clock Groove Street“ sind mangels Arrangement zu unausgegoren, um beeindrucken zu können.

Der auf den bisherigen Veröffentlichungswegen erzielte Erfolg ist also einzig auf den hochamtlichen Groove der beiden Brüder zurückzuführen. Der druckvolle, tighte Sound der COSMIC WHEELS bewegt sich zwischen frühen DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, der BAND OF GYPSIES und ähnlichen Pionierbands, die einst das Wort „heavy“ mit Blues und Rock verbanden. Die Abmischung ist außerdem für diese Umstände absolut zufriedenstellend und könnte für Alt-Rocker wie neue Fuzz-Jünger eine willkommene Stimulanz für ekstatisch die Mähne durchschüttelnd verlebte Nachmittage sein.

FAZIT: Die Frage ist, ob das allein eine weitere Veröffentlichung des COSMIC WHEELS-Demomaterials rechtfertigt. Grooven können auch die Originale, und die haben darüber hinaus noch wesentlich mehr an kompositorischen und solistischen Fähigkeiten auf Band verewigt. Wer sich also gerne zwei hoffnungsvolle Talente im Retro-Rock-Bereich zu Gemüte führen möchte, dem sollten die alten Downloads reichen. Ansonsten kommen hier bestenfalls Leute auf ihre Kosten, die die ersten Proberaumversionen der B-Seiten von DEEP PURPLE für eine musikalische Offenbarung halten.

Joe A. (Info) (Review 2822x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Untitled 1
  • Untitled 2
  • Untitled 3
  • Untitled 4
  • Untitled 5 (No One Knows Where They've Been)
  • Untitled 6
  • Untitled 7
  • Untitled 8
  • Untitled 9
  • 12 O'Clock Groove Street

Besetzung:

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