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Drive By Wire: The Whole Shebang (Review)

Artist:

Drive By Wire

Drive By Wire: The Whole Shebang
Album:

The Whole Shebang

Medium: CD
Stil:

Stoner / Hard / Blues Rock

Label: My First Sonny Weissmuller Recordings
Spieldauer: 41:33
Erschienen: 09.01.2015
Website: [Link]

Auf dem Rock'n'Roll Highway cruisen DRIVE BY WIRE mit typisch niederländischer Gelassenheit im fünften Gang dem Sonnenaufgang entgegen. Nachzuhören ist die mitunter über Stock und Steine führende Fahrt auf dem dritten Album des Quartetts namens "The Whole Shebang".

Entspannte Spurwechsel zwischen Stoner-, Hard- und Blues Rock wirbeln kaum psychedelischen Wüstenstaub auf, auch wenn "Five Ft. High" mit knochentrockenem ZZ-Top-Groove solche Assoziationen zwischendurch nahelegt. Bei dem einen oder anderen lässigen Riff grüßen QOTSA mit breitem Grinsen, melancholischen Zwischentönen geht der sublime Tiefgang à la Emmerhoff trotz einiger Parallelen ab, und in punkto unverhohlener LMAA-Attitüde kann der Klassenunterschied zu Szenegrößen wie The Dead Weather nicht verborgen werden.
Trotzdem schütteln DRIVE BY WIRE ein paar Songs im Ärmel, die rundrum überzeugen: Das tragende Riff von "Rituals" entwickelt in Kombination mit dem hier wohl absichtlich einlullenden Gesang von Simone Holsbeek eine hypnotische Wirkung. Ebenfalls eingängig, wenn auch zügiger, rockt der Opener "Kerosine Dreams" charmant nach vorne. Ähnlich unbefangen haben einst Speedway 69 Werbung für benzingetriebene Rock Musik gemacht. Der "Rotor Motor" läuft auch auf Feldwegen wie geschmiert und sollte vor allem live mit dem im Anschluss gradlinig stampfenden "All Around" für gute Laune und Bewegung sorgen. Mit dem das Album beschließenden "Voodoo You Do" werden Nightstalker gecovert, die beim Freak Valley Festival anno 2013 eine überzeugende Figur machten. In dessen Programm würden DRIVE BY WIRE im Übrigen passen wie der sprichwörtliche Ar*** auf den Eimer.
Bei der Produktion hat René Rutten seine Hände mit im Spiel und trotz stilistischer Verschiedenheit meine ich Simone Holsbeek hier und da anzuhören, dass sie Anneke van Giersbergen nacheifert. Alles in allem klingen DRIVE BY WIRE wie bereits angedeutet irgendwie (sympathisch) niederländisch.

Fazit: Auf ihrem grundsoliden dritten Album machen DRIVE BY WIRE zwar grundsätzlich wenig falsch, deuten allerdings mehr Potential an, als sie auf der Gesamtlänge umsetzen. Kritikwürdig scheint mir vor allem das Ausblenden einiger Lieder, anstatt sie klipp und klar abzuschließen. Also, mal abwarten, ob das Quartett beim nächsten Album das Gaspedal noch etwas weiter durchdrückt und vielleicht mit einem Hit um die Ecke kommt, der die spürbare Freude an der Musik bündelt und auf die Spitze treibt...

Thor Joakimsson (Info) (Review 1856x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Kerosine Dreams
  • Woodlands
  • The Whole Shebang
  • Five Ft. High
  • Rituals
  • In This Moment
  • River Run
  • Promised The Night
  • Rotor Motor
  • All Around
  • Voodoo You Do (Cover)

Besetzung:

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