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Ed Bernard: Polydactyl (Review)

Artist:

Ed Bernard

Ed Bernard: Polydactyl
Album:

Polydactyl

Medium: CD
Stil:

Progressive- und Art-Rock

Label: ED ID Productions / Just For Kicks
Spieldauer: 48:14
Erschienen: 18.12.2015
Website: [Link]

Der Gitarrist von DRUCKFARBEN ist zurück. Diesmal mit einem Solo-Album, dem man nicht im entferntesten anmerkt, dass es die Solo-Scheibe von ED BERNARD ist. Würde jemand behaupten, es wäre ein weiteres beeindruckendes DRUCKFARBEN-Album, sofort würde ich diese Behauptung unterschreiben. Sicher kein Wunder, denn für die musikalische Umsetzung von „Polydactyl“ holte er sich mit Keyboarder WILLIAM HARE und Sänger PHIL NARO gleich zwei Bandmitglieder mit ins Boot. Wobei Naro nur einmal auf „The Qiuiet Race“ zum stimmlichen Einsatz kommt, was allerdings nicht weiter bedenklich ist, denn Bernards Stimme ist genauso beachtens- und hörenswert. Auch Hare darf nur bei „Eyes Everywhere“, dem mit siebeneinhalb Minuten zweitlängsten Titel (Nur „Derealization“ ist mit 8:14 noch etwas länger!), die Tasten drücken, welche wiederum Multiinstrumentalist ED BERNARD auf dem Rest des Albums in Eigenregie übernimmt. Doch trotz dieser Kurzeinsätze wohnt dem euch aus finsteren Katzenaugen entgegenblickenden Album der DRUCKFARBEN-Geist genauso inne wie der aller vereinigten Bärte, egal ob sie ein SPOCK davor oder ein FISH dahinter tragen, während sie über eine breite TANGENTe fahren.

„Eyes Everywhere“ besticht beispielsweise anfangs mit einer Mandoline, die immer wieder zwischen wilden Drum- und Keyboard-Einlagen solistisch zum Tragen kommt und dann sogar noch Unterstützung von einer Flöte erhält, während zusätzlich Jazz-Anteile, inklusive verspielt-komplexem, aber auch melodiösem Gesang, für ständige Stimmungsschwankungen sorgen. So sollte moderner Prog anno 2015 klingen! Auch wenn er gehörig zurück in die 70er Jahre schielt, ohne sich jedoch den Klon-Vorwurf gefallen lassen zu müssen.

Viel Akustisches, viel Bombastisches, viel Melodiöses, viel Progressives und immer wieder die wildesten, aber zugleich auch fragil-akustischen Gitarrenexkurse machen das überraschend gelungene Debüt-Album des DRUCKFARBEN-Gitarristen aus, der so viel mehr kann und das auch auf „Polydactyl“ beweist, als „nur“ Gitarre zu spielen. Sehr beeindruckend wird dies auch bei dem Instrumental „Withywindle“ deutlich, zu dem es im Netz bereits ein schönes Video gibt, bei dem wir einem Maler dabei zuschauen können, wie er im Zeitraffer ein Bild des Musikers vom ersten Bleistiftstrich bis zum letzten Farbtupfer entwirft und vollendet.

Akustisch und balladesk im besten KANSAS-“Dust In The Wind“-Stil klingt die CD dann mit „Bring It Home“ ihrem Ende entgegen. Ein Song, der zugleich deutliche Aufforderung für alle retroprogressiven Musik-Freigeister ist: „Bringt euch diese CD unbedingt mit nach Hause - euer Player und eure Ohren werden es euch danken!“

FAZIT: Am Ende bleibt der Eindruck hängen, dass die Entscheidung ED BERNARDs, ein Solo- statt eine Band-Album zu veröffentlichen, vortrefflich war, denn im Vergleich zum letzten DRUCKFARBEN-Album „Second Sound“ schneidet „Polydactyl“ um Längen besser ab.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 1893x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Symfoprogru
  • Derealization
  • Entitled
  • Eyes Everywhere
  • Running
  • Withywindle
  • 1000 Hates
  • The Quiet Race
  • Bring It Home

Besetzung:

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