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Broach: Fall To Rise (Review)

Artist:

Broach

Broach: Fall To Rise
Album:

Fall To Rise

Medium: CD/Download
Stil:

Alternative Rock und Post Grunge

Label: Eigenvertrieb / Soulfood
Spieldauer: 39:30
Erschienen: 17.12.2015
Website: [Link]

Als das Debüt-Album „My Darkest Hour“ von BROACH vor fünf Jahren erschien, war Kollege Schiffmann nicht sonderlich begeistert davon, weil es manchmal „grausam glattgebügelt“ oder mit „textlichen Plattitüden“ und einem „Wegschmeiß-Cover“ daherkam. Am Ende kam er zum Fazit: „This is how you remind me of pathetic North American Rock...“!

Natürlich haben BROACH noch immer den Pathos nordamerikanischen Rocks für sich gepachtet, aber sie versehen ihn mit für eine deutsche Band doch ungewohnter Lässigkeit, die einen aufhorchen lässt, weil PEARL JAM, CREED oder NICKELBACK im Falle von „Fall To Rise“ nicht nur Bezugsgrößen sind, sondern sich die Band aus Traunstein locker mit ihnen auf eine Stufe stellt und dabei nicht schlecht aussieht.

Auch soll hier nicht verheimlicht werden, dass auf anderen Seiten und in den Printmedien „My Darkest Hour“ mit großer Begeisterung aufgenommen wurde und sogar den „Deutschen Rock- und Pop-Preis“ gewann. Für mich jedenfalls ist das schon wieder seltsam, denn was hier abgeht, ist kein Rock oder Pop im herkömmlichen Sinne, sondern größtenteils geradliniger, mächtig abgehender Grunge mit ein paar metallischen Brettern und anspruchsvoller Alternative-Rock, der jedem Pop-Weichei das Ohren-Licht ausbläst. Fette Gitarrenwände und treibendes Schlagzeug sind hierbei genauso wichtig wie eingängige Ideen und ansprechender Gesang, der zwischen rau und klar genauso gut wie zwischen hoch und tief klingt. Sänger ANDREAS KOFLER ist im Grunde bereits der erste Garant für den Erfolg und die Anerkennung von BROACH. Bestes Beispiel für sein Können ist hierbei der dem Album seinen Namen verleihende Song, der als Ballade beginnend sich zu einem hart rockenden, herrlich melodisch klingendem Monster entwickelt: „Her demons crawl / She has to Fall To Rise!“

Mit ihrem zweiten Studio-Album, für das sich BROACH viel Zeit gelassen haben, überzeugen sie garantiert alle Freunde von NICKELBACK, auch wenn manchmal die Parallelen etwas zu deutlich klingen. Hier fehlt noch das gewisse Etwas, das BROACH aus dem Dunstkreis der derzeit angesagten Grunge- und Alternative-Bands hervorhebt und zu einem echten Traunsteinchen Eigengewächs werden lässt, das mehr eigene Blüten entfaltet als nur ähnlich schön wie die bereits vorhandenen Pflänzchen zu erscheinen.

„The place and the time of our life“ ist darum wohl dick in der Mitte des Booklets - direkt neben dem Bild der fünfköpfigen Band - zu lesen. Ein echtes Eigenleben hat „Fall To Rise“ noch nicht entwickelt, aber BROACH sind immerhin auf dem Weg dahin. Auch die Texte dürfen gerne etwas mehr Tiefgang haben oder auch deutlich frecher sein, als das eine oder andere Klischee zum x-ten Mal breitzuwalzen.

FAZIT: Eine Band im Aufbruch zu harten Grunge- und Alternative-Ufern. BROACH bedeutet so viel wie Aufbrechen. Nach dem ersten erfolgreichen „Aufbruch“-Album wartet das Quintett aus Traunstein nach ein paar überraschenden Besetzungswechseln konsequent mit dem recht harten Nachfolger „Fall To Rise“ auf und setzen ihre Musikellenbogen bewusst und gekonnt ein, um sich zwischen ALTER BRIDGE und GODSMACK genauso souverän einen Platz zu sichern wie zwischen CREED und NICKELBACK. Mission erfolgreich gelungen, nun aber kommt es darauf an, noch etwas mehr Eigenständigkeit und Einzigartigkeit zu entwickeln, um nicht zwischen, sondern über den besagten Bands zu stehen.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 2629x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Monster In Your Mind
  • The Place I Belong
  • Turn Back
  • My Broken Road
  • Open My Eyes
  • Fall To Rise
  • I Won‘t Surrender
  • Set Me On Fire
  • Break Me
  • So Close
  • Finally

Besetzung:

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