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Silver Snakes: Saboteur (Review)

Artist:

Silver Snakes

Silver Snakes: Saboteur
Album:

Saboteur

Medium: CD/LP+CD/Download
Stil:

Post Hardcore / Alternative

Label: Pelagic / Cargo
Spieldauer: 51:52
Erschienen: 12.02.2016
Website: [Link]

Mit ihrer dritten Scheibe verschreiben sich SILVER SNAKES aus Los Angeles einem losen Konzept, behalten ihren angestammten Sound aber mehr oder weniger stringent bei. Die Haupteinflüsse auf das Album, wie die Band sie nennt, hört man "Saboteur" nicht unbedingt an: NINE INCH NALS' “The Downward Spiral” und “Dopesmoker” von SLEEP.

Die Songs muten wie schon auf "Year Of The Snakes" hakelig an, wenn auch nicht ungebührlich sperrig, denn so quer es die Musiker manchmal auch rhythmisch treiben mögen, so tight spielen sie gemeinsam auf. Hinzu kommt mit Gitarrist und Hauptkomponist Alex Estrada auch ein Sänger, der in letzter Zeit an Ausdrucksstärke gewonnen hat und dem rein melodisch niemandem die Wurst vom Teller ziehenden Instrumental-Wust (Heaviness ist oberstes Gebot) das eine oder andere Hook verleiht.

Unterschwellig harmonisch ist der leicht "alternativ" angehauchte Post Hardcore der Gruppe fast zwangsläufig, denn dies entspricht den Genre-Konventionen, was wiederum nicht bedeutet, dass SILVER SNAKES jemandes Zuarbeiter sein möchten. Die Band hat ihren eigenen Kopf, der dann doch irgendwie Trent Reznors Gespür für gleichermaßen derbe wie einschmeichelnde Stücke widerspiegelt (daneben fallen logischerweise auch schnell Richard Patrick und FILTER ein, höre "Glass"), wenngleich die Umsetzung eine deutlich andere ist.

In den längeren Stücken "Devotion", "Dresden" (Post-Rock-Lärmwand mit eingebauter Abrissbirne) und "The Loss" meint man dann, TOOL-Anwandlungen ebenfalls herauszuhören (diese Melancholie …) wie den mit Pop-Sensibilität ausgestatteten Noise Rock von SONIC YOUTH oder DINOSAUR JR., wobei SILVER SNAKES am Ende tätowierte Wüteriche bleiben (ob gedacht oder tatsächlich, ist egal) - und das ist auch gut so, weil es ihnen authentisch steht.

FAZIT: Wie sein Vorgänger ist "Saboteur", dessen Texte man sich auch unbedingt einverleiben sollte, ein stilistisch schwieriger zu fassendes Gesamtwerk, dessen Songs auch einzeln funktionieren, bloß dass man sich ein wenig Zeit lassen sollte. Selbige vergeht womöglich schneller, wenn man die in der Rezension genannten Anknüpfpunkte ebenfalls kennt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2507x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Electricity
  • Glass
  • Raindance
  • Devotion
  • Fire Cloud
  • Red Wolf
  • Charmer
  • La Dominadora
  • Dresden
  • The Loss

Besetzung:

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