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Gus Ring: Hypnoseas (Review)

Artist:

Gus Ring

Gus Ring: Hypnoseas
Album:

Hypnoseas

Medium: Download/CD+DL-Code
Stil:

Akustischer Traum-Pop & Singer/Songwriter

Label: Daughters And Sons
Spieldauer: 41:07
Erschienen: 14.04.2017
Website: [Link]

Akustischer Traum-Pop – so nennt GUS RING seine Musik, aber eigentlich trifft‘s das nicht wirklich, denn der Schwede legt nicht in erster Linie Wert auf Pop-Melodien oder träumerischen Kuschel-Rock, sondern er ist viel mehr Singer/Songwriter, der mit zerbrechlicher, ein wenig an CONOR OBERST und DAMIEN RICE erinnernder Stimme, in seinen Texten Geschichten erzählt, die einen sofort zu fesseln verstehen, so einfach er diese dabei auch musikalisch umrahmt. Man soll GUS RING offensichtlich zuhören – und man hört ihm zu. Gerne lässt der Schwede auch den Vergleich zu JEFF BUCKLEY zu, der unter seiner Website immer wieder mal auftaucht. Ein gewagter Vergleich, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Auf seinem Album „Hypnoseas“, das wirklich so einige hypnotische Momente besitzt, manchmal aber auch etwas absäuft, bleibt nicht nur der Titel das einzige Wortspiel. Textliche Doppeldeutigkeiten treffen auf musikalisch mitunter recht eigenartige Klangstrukturen, die auch dadurch ihren Reiz haben, dass GUS RING neben Gitarre und Piano fast alle weiteren Instrumente, wozu auch Kalimba, Trompete und Melodica sowie Glockenspiel gehören, im Alleingang spielt. Auf ein Schlagzeug verzichtet er, was keine gute Entscheidung ist, denn viele seiner Kompositionen schreien förmlich nach einer „kompletten“ Band, inklusive Schlagzeuger und Bassisten.

„Swim“ eröffnet den bunten Reigen des „akustischen Traum-Pops“, der insgesamt recht melancholisch ausfällt, mit einer sehr schönen, einprägsamen Melodie sowie der beeindruckenden Weisheit, dass wir zwar niemals unter Wasser das Atmen, aber immerhin das Luftanhalten erlernen können und endet nach der Erkenntnis, wie es sich anfühlt, der bedeutendste Mann auf der Welt zu sein, mit der melodramatischen, tatsächlich sehr an DAMIEN RICE erinnernden Ballade „Armor“, die er im Duett mit Nathalie Nedeljkovic singt: „They can say whatever they want about us / We‘re just human / We all need our time to breathe / To make peace with our heads“. Und wäre es nicht schon schwer genug, mit solchen Worten in unserem „Youniverse“ oder mit „blutenden Regenbogen“ klarzukommen, beendet eine todtraurige Piano-Melodie unsere „Hypno(sea)s(e)“, aus der wir trauriger erwachen, als wir es knapp eine Dreiviertelstunde zuvor noch waren. Dream-Pop für blutende Herzen und leidende Seelen – das sind die Zutaten, die uns GUS RING bietet, wenn wir in seinen Hypnoseas eintauchen.

FAZIT: Wenn der schwedische Multiinstrumentalist und Songschreiber sowie Booklet-Gestalter GUS RING die Zuhörer in seine Musik-“Hypnoseas“ versetzt bzw. sie darin eintauchen lässt, besteht keine Gefahr, in seinem selbst ausgerufenen „akustischen Dream-Pop“, der eigentlich viel mehr von einer melancholischen Liedermacher-Attitüde im Sinne eines DAMIEN RICE versprüht, unterzugehen. Richtig gefangengenommen wird man trotz aller unüberhörbarer Leidenschaft hinter „Hypnoseas“ davon allerdings auch noch nicht. [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 376x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Swim
  • Hypnoseas
  • Chameleon
  • Rainbow Blood
  • Heart Beat Wild
  • Youniverse
  • Introvertigo
  • The Greatest Man On Earth
  • Armor
  • Du Drunknade I Dina Tankar

Besetzung:

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