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Abandoned by Bears: Headstorm (Review)

Artist:

Abandoned by Bears

Abandoned by Bears: Headstorm
Album:

Headstorm

Medium: CD/Download
Stil:

Pop Punk / Hardcore

Label: Victory / Soulfood
Spieldauer: 36:23
Erschienen: 24.08.2018
Website: -

Sogenannter Easycore-ist gemeinhin das sprichwörtliche Furunkel am Allerwertesten der zeitgenössischen Rockmusik, doch wenn Bands aus diesem Spektrum gar nicht erst versuchen, ihren Stil mit aufgesetzter Ironiebrille zu rechtfertigen, kann etwas absolut Anhörbares dabei herauskommen. ABANDONED BY BEARS haben das geschafft, zumindest wenn man "Headstorm" in Betracht zieht.

Dass die Schweden nicht erst seit gestern am Start sind, hört man ihnen jederzeit an, denn das Material auf ihrem neuen Album erweckt nicht den Eindruck, hier seien ein paar Jungspunde gerade erst auf den Nu Metal und Metalcore der ausklingenden 1990er und frühen 2000er gestoßen; stattdessen scheinen ABANDONED BY BEARS mit just diesem Sound musikalisch sozialisiert worden zu sein, weshalb man ihre eigenen Songs durchaus authentisch nennen möchte.

Seinen Reiz zieht Easycore aus der Vermählung der Kontraste Hardcore-Brutalität und Pop-Appeal. Den Schönheitsfehler der meisten betreffenden Combos merzen auch ABANDONED BY BEARS nicht aus - sie geben keinerlei Hinweis darauf, woher sie stammen, sondern machen auf Amerikaner -, doch das ist der einzige Schönheitsfehler von "Headstorm".

Davon abgesehen strotzt die Platte vor potenziellen Hits unverblümt nostalgischer Art - zumindest für all diejenigen, die seinerzeit "dabei gewesen" sind. 'Borderline', 'Held Against You' und der Titelsong versprühen die jugendliche Unbekümmertheit von Generation Y, das Gespür der Musiker für Hooks und massentaugliche Harmonien (Blink 182 lassen grüßen) ist unleugbar, und die unverrückbaren Ohrwürmer sind schnell ausgemacht: 'So Far Gone', 'Blurry Vision' und 'Outrun Reality' - letzterer ein vielsagender Titel, denn …

FAZIT: … das Rad der Zeit mag sich weitergedreht haben, doch ABANDONED BY BEARS mischen poppigen Punk mit harten Riffs und süßlich melodische Refrains mit kernigem Gebrüll, wie vor 15 bis 20 Jahren. So gesehen ist "Headstorm" die verspätete Sommerplatte 2018.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 188x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • So Far Gone
  • Headstorm
  • Strangers
  • Borderline
  • Blurry Vision
  • Stepping Stones
  • Fervor
  • Drowned Out
  • Outrun Reality
  • Held Against You
  • Greyscale

Besetzung:

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