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Blood On Wheels: Blood Money (Review)

Artist:

Blood On Wheels

Blood On Wheels: Blood Money
Album:

Blood Money

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Stoner Rock

Label: Crispin Glover / Soulfood
Spieldauer: 51:35
Erschienen: 03.08.2018
Website: [Link]

Zunächst erwecken BLOOD ON WHEELS mit ihrem neuen Langspieler den Anschein, die üblichen Stoner-Menüpunkte abzufrühstücken, doch auf lange Sicht hin erweist sich "Blood Money" eher als Festbankett oder wenigstens "English breakfast" - fett, sättigend und gesund unter dem Vorbehalt, dass man es mit dem Rock-’n’-Roll-Salz nicht übertreibt.

Spaß beiseite … oder vielleicht doch nicht, denn er steht bei den Norwegern schließlich an erster Stelle: Statt ihre Musik zu "zerdenken", spielen sie frei von der Leber Weg, und daher rührt auch der anfängliche Eindruck, die Platte biete nichts als gewöhnlichen Stoner-Rock wie ‘Spider’s Web’. Das nachgerade poppig-süßliche 'Camaro', das einen angenehmen Kontrast zu dem fuzzy Treiben der ersten zwei Tracks setzt, sollte dem Hörer allerdings einen Hinweis auf die Flexibilität der Gruppe geben, die seit knapp zehn Jahren im Geschäft ist.

… was man ihr auch anmerkt - ‘Like A Drug’ kommt trotz verzerrter Stimme daher wie vor nicht allzu langer Zeit Iggy Pops Schulterschluss mit Josh Homme - und apropos: Queens Of The Stone Age für sich genommen klingen vor allem während ‘Don’t Wanna’ und im Videotrack 'Money' an. Zur Halbzeit ist ‘Run Away’ das möglicherweise doomigste Stück, ansonsten geben BLOOD ON WHEELS ihrem Namen gemäß Gas. So überrascht der Springinsfeld ‘Silence’ mit seinem zackigem Duktus nicht unbedingt, auch wenn er den proto-metallischen Punk-Spirit von MC5 zu versprühen scheint. Diese Attitüde kehrt dann auch das rotzige ‘Years Spent’ hervor, womit die Macher das unbestreitbare Highlight der Scheibe einreichen.

Bleibt noch das psychedelische Ungetüm ‘Saturday Night Coming Down’, das dem Hörer das einzige Manko, wenn man es als solches auffassen möchte, vor Augen hält: Man wünscht sich mehr Harmonien von solche bestechender Art, und dass die Gruppe von einer breiteren Masse wahrgenommen wird, wird sich daraus wie von selbst ergeben.

FAZIT: Langeweile Fehlanzeige - BLOOD ON WHEELS haben mit "Blood Money" kein sonderlich eigenständig, aber konstant unterhaltsames Stück Wüstenrock mit hoher Dynamik eingereicht, das danach schreit, laut aufgedreht zu werden, während man im Auto Geschwindigkeitsbegrenzungen übertritt. Tiefer schürft man bitteschön anderswo, hier stehen hohe Oktanzahlen und Promillewerte im Vordergrund.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 713x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Years Spent
  • Camaro
  • Spiders Web
  • (Why) Don`t You
  • Don´t Wanna
  • Like A Drug
  • Silence
  • The Wrong Song
  • Saturday Night Coming
  • Run Away

Besetzung:

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