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JCM: Heroes (Review)

Artist:

JCM

JCM: Heroes
Album:

Heroes

Medium: CD/LP/Verlosung
Stil:

Kult-Cover-Rock zwischen Jazz und Prog

Label: Repertoire Records
Spieldauer: 55:11
Erschienen: 20.04.2018
Website: [Link]

Sie sind selber längst Musik-Helden – garantiert nicht nur für alle COLOSSEUM-Fans – welche nun mit „Heroes“ ihre ganz speziellen, sie prägenden musikalischen Helden ehren: JON HISEMAN, CLEM CLEMPSON und MARK CLARKE, die als in dieser Form brandneue Band mit gestandenen alten COLOSSEUM-Hasen ein ganz spezielles Album veröffentlichen, auf dem sie den Songs ihrer Musik-Helden eigene Interpretation hinzufügen und sich damit gleich live auf Konzert-Tournee begeben, wobei es uns eine Ehre ist, diese als offizielle Präsentatoren unterstützen zu dürfen.

Unter Federführung von Jon Hiseman fanden sich die drei COLOSSEUM-Musiker, die bereits mit dem 71er-Album „Colosseum Live“, das als eins der besten Live-Alben aller Zeiten gilt, Musikgeschichte geschrieben haben, wieder zusammen. Der Grund dafür war eindeutig, wie Jon Hiseman feststellt: „Ich mag es, Alben zu machen, die ein Motto haben. Als ich an all die Jungs dachte, mit denen ich über die Jahre Musik gemacht habe und die leider schon von uns gegangen sind, erschien es mir wichtig, ein Album in ihrem Gedenken aufzunehmen. Dieses Album ist also allen unseren musikalischen Helden gewidmet.“

Natürlich sind die (toten) Helden von JCM eindeutig definiert, sodass es auf „Heroes“ Songs von den Bands COLOSSEUM, TEMPEST, HUMBLE PIE, COLOSSEUM II und THE GRAHAM BOND ORGANIZATION zu entdecken gibt, von denen jeder einem bereits verstorbenen und an diesen Bands ehemals beteiligten Musikern gewidmet ist: Dick Heckstall-Smith, Alan Holdsworth, Jack Bruce, Stave Marriott, Greg Ridley, Olli Halsall, Gary Moore, Graham Bond und Larry Coryell.

Natürlich erweisen Hiseman, Clempson und Clarke den Musikern mit ausgiebigen Soli, stimmungsvoll-rockigen Feuerwerken, tiefem Blues huldigenden und sehr gefühlvollem Gesang, der tatsächlich absolut überzeugend von Mark Clarke und Clem Clempson übernommen wird, den verstorbenen Helden allerhöchste Ehre und „Heroes“ wird so zu einer spannenden Zeitreise in die 60er- und 70er-Jahre, so als wären sie nie vergangen. Damals wurde Musik-Geschichte geschrieben – und diejenigen, die mit daran schrieben, eröffnen mit „Heroes“ so gesehen anno 2018 ein neues Kapitel.

Aber auch in dem Digipak samt dem 16seitigen Booklet steckt viel Liebe, denn zu jedem einzelnen Titel gibt es darin ausführliche Hintergrundinfos und noch dazu sind alle Original-Texte abgedruckt.

Stilles Highlight auf „Heroes“ aber ist das fast siebenminutige Instrumental „The Inquisition“, das Gary Moore und Jon Hiseman gemeinsam komponierten und das 1977 auf „Wardance“ von COLOSSEUM II veröffentlicht wurde. Niemals wurde es live gespielt – unfassbar bei so einem großartigen Stück. Warum das allerdings so war, verrät Hiseman im Booklet.

Dass „The Real Great Escape“ von Larry Coryell dieses Gedenk-Album von JON HISEMAN, CLEM CLEMPSON und MARK CLARKE abschließt, passt natürlich hervorragend in das „Heroes“-Konzept. Damals verstand man laut Hiseman die Worte, die Coryell sang, nie richtig, da Coryells Gesang zu undeutlich war. Darum versucht Hiseman dessen Text nun klarer zu formulieren, denn schließlich steht „The Real Great Escape“ symbolkräftig für den Tod: „Some day, some day / Things would have to change...“
...FAZIT:
Vieles, sehr vieles ändert sich mit dem Tod eine Musikers. Doch wenn es richtig gute und glaubwürdige Musiker waren, dann bleibt ihre Musik lebendig. So lebendig wie auf „Heroes“ von JCM!

PS: Im Rahmen der Präsentation von JCM unter unserer Seite wurden uns 5 Alben von „Heroes“ zur Verlosung bereitgestellt. Wer daran teilnehmen möchte, beantworte einfach die Frage: „Wie heißt der einzige Instrumentaltitel auf ‚Heroes‘?“, und sendet die Antwort bis Mittwoch an thoralfkoss@arcor.de und schon nehmt ihr an der Verlosung teil. Die Gewinner werden wie immer direkt per Mail von uns informiert. Viel Glück wünschen euch JCM und eure Musikreviews! [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 577x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • The Kettle
  • Strangeher
  • Weird Of Hermiston
  • Four Day Creep
  • Yea Yeah Yeah
  • Rivers
  • Grease The Wheels
  • The Inquisition
  • Foyers Of Fun
  • Only Sixteen
  • The Real Great Escape

Besetzung:

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