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Leviathan: Can't Be Seen By Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth (Review)

Artist:

Leviathan

Leviathan: Can't Be Seen By Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth
Album:

Can't Be Seen By Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Stonefellowship
Spieldauer: 53:43
Erschienen: 16.03.2018
Website: [Link]

Bei einer Band wie den US-Metal-Heroen LEVIATHAN sind vier Jahre Wartezeit auf ein neues Album recht kurz, und "Can't Be Seen By Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth" wird zumindest keine Fans der Band verprellen. Sie steht nämlich auch 2018 - ganz ungeachtet neuerlicher personeller Veränderungen - für epischen Prog mit subtiler Keyboard-Untermalung, wie er Ende der 1980er und bis in die 90er hinein gespielt wurde.

Die auffälligste "Veränderung" markiert Neuzugang Raphael Gazal (u.a. Tailgunners, Moonlight Prophecy) als Sänger. Er stammt zwar aus Brasilien, verleiht dem typisch unterkühlten Sound der Gruppe aber nicht viel Wärme. LEVIATHAN zeichnen sich nun, da ehemalige Fates-Warning- und Warlord-Drummer Mark Zonder bei ihnen spielt umso entschiedener durch eine mechanische Anmutung aus, die man mögen muss, um mit den vorwiegend langen Songs warmzuwerden.

Was mit einem schwülstigen Zitat aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung beginnt, entpuppt sich als relativ bewährte Kost mit diskussionswürdigen, weil in politischer Hinsicht kritischen Lyrics, dargeboten selbstverständlich von hervorragenden Handwerkern, wobei Mastermind John Lutzow und Bassist Derek Blake als einzige Konstanten im Bandgefüge den Ton angeben. Zu wiederholten Entlehnungen aus der klassischen Musik Europas gesellen sich auch mittelöstliche und südländische Geschmacksnoten, die insbesondere den beiden klammernden Longtracks ''Life Beyond Meaning' und 'Lies Are the New Normal' zu scharfen Konturen verhelfen.

Lutzow ist ein visionärer, ungeheuer detailverliebter Komponist, der sich nicht auf eingängige Schemata versteht; stattdessen erinnert er mit seinen aktuellen Songs oft an andere Underground-Kultacts wie Power Of Omens oder Radakka, gleichwohl die Crimson-Glory- und Queensryche-Note im Sound der Band in den Hintergrund gerückt ist.

Dennoch "Can't Be Seen By Looking" ist wie auf deren Klientel zugeschnitten und ein definitives Kopfhörer-Album, von dem man lange zehren wird. Wer nicht sowieso in der Hochphase dieses Stils steckengeblieben ist, den heute im Grunde genommen so gut wie niemand mehr spielt, darf ihn sich anhand solch zeitgemäßer wie zeitloser Musik neu erschließen.

FAZIT: LEVIATHAN machen mit ihrem zigsten Comeback alles richtig; "Can't Be Seen By Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth" ist ein fantasievoll komponiertes, versiert mit Feeling eingespieltes Progressive-Metal-Album von Veteranen einer aussterbenden Zunft, die man so lange wie möglich schützen bzw. unterstützen sollte. 'Confidence Not Arrogance' hieß der Opener ihres Debüts, und in diesem Sinn darf es gerne bis auf unbestimmte Zeit weitergehen. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 413x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Life Beyond Meaning
  • Mercy Kill Liberty
  • Properly Channeled Rage
  • Struggle to Be Seen as Human
  • Turning Lost Boys to Found Men
  • Lies Are the New Normal (No Lesser of Evil)

Besetzung:

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