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Madder Mortem: Marrow (Review)

Artist:

Madder Mortem

Madder Mortem: Marrow
Album:

Marrow

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Karisma
Spieldauer: 53:28
Erschienen: 21.09.2018
Website: [Link]

Die Rückkehr von MADDER MORTEM als Band, mit der man regelmäßig rechnen kann, gehört zu den erfreulichsten Begebenheiten innerhalb der skandinavischen Metal in jüngerer Zeit, und mit ihrem neuen, siebten Longplayer ist den Norwegern zwar keine Neuerfindung gelungen, doch „Marrow“ wirkt noch runder als sein bereits sehr achtbarer Vorgänger von 2016, der zu den Sternstunden der Gruppe gehört. Ihre Markenzeichen bleiben erhalten: Tieflader-Riffs, die fast thrashige Züge annehmen können wie während‚My Will Be Done‘, ungelenke Grooves und die oft aufbegehrende, immer facettenreiche Stimme von Agnete M. Kirkevaag.

Darüber hinaus hat die Band ihr aktuelles Material noch stärker auf die Refrains hin ausgerichtet und Songideen in herkömmlich strukturierten Bahnen kanalisiert. Das neunminütige ‚Waiting To Fall‘ ist als Finale eine Lehrstunde in Sachen Dynamik, und das konsequent geradeaus strebende ‚White Snow, Red Shadows‘ überstrahlt den Rest er Stücke aufgrund des intensiven Vortrags der Sängerin. Akustische Füllwolle bietet die Scheibe jedoch zu keiner Zeit; das schleppende Monstrum ‚Moonlight Over Silver White‘ dürfte live (wie kürzlich im Vorprogramm von Soen) ebenso hervorragend ankommen wie das stellenweise dissonante, rhythmisch typisch verquere Titelstück, bei dem Gitarrist BP, der musikalische Kopf der Gruppe, zwischendurch schreit oder flüstert.

Cover-Künstler Thore Hansen schrieb und illustrierte übrigens alle meine Lieblingsbücher der Sängerin als Kind, weshalb die Band sogar einen Song von ihrem ersten Album nach einem seiner Werke benannt hat ('He Who Longed For The Stars') und sich für das Stück 'The Eighth Wave' vom Album 'Eight Ways' von einem seiner Bilder inspirieren ließ. Dass er jetzt für MADDER MORTEM gearbeitet hat, kommt der Erfüllung eines langjährigen Traums gleich. "Natürlich durfte er völlig frei anhand der Texte gestalten“, sagt Agnete. Zur Realisierung von Videoclips setzte die Gruppe hingegen auf einen in Metal-Kreisen etablierten Namen. „Den ersten Kurzfilm zum Album wird es von ‚Far From Home‘ geben. Es gehört zu den drei Songs, die wir dem Rumänen Costin Chioreanu gegeben haben, und ihm ist ein hinreißendes Animationsvideo zum Titelstück gelungen.“

Für die perfekt runde Platte fehlen dann noch die ergreifende, gegen Ende aufbrausende Ballade ‚Until You Return‘ sowie die beiden ebenfalls getragenen Stücke ‚Stumble On‘ (zumindest die erste Hälfte) und ‚Far From Home‘, die verhältnismäßig versöhnliche Töne anschlagen.

FAZIT: „Marrow“ ist schlicht Stil-Konsolidierung auf hohem Niveau für MADDER MORTEM, eine nach wie vor oder wieder beispiellose Band, die im grauen, von einer Veröffentlichungsschwemme erschwerten Metal-Alltag der Gegenwart umso wichtiger wird.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 654x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Untethered
  • Liberator
  • Moonlight Over Silver White
  • Until You Return
  • My Will Be Done
  • Far From Home
  • Marrow
  • White Snow, Red Shadows
  • Stumble On
  • Waiting to Fall
  • Tethered

Besetzung:

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