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NoJazz feat. Stevie Wonder: Soul Stimulation (Review)

Artist:

NoJazz feat. Stevie Wonder

NoJazz feat. Stevie Wonder: Soul Stimulation
Album:

Soul Stimulation

Medium: CD/Download
Stil:

NuJazz / Soul / R'n'B

Label: Pulp Music
Spieldauer: 41:59
Erschienen: 02.03.2018
Website: -

Eigentlich ist es eine kleine Sensation, obwohl voraussichtlich nur ohnehin in die NuJazz- und Funk-Szene Eingeweihte Notiz davon nehmen werden: NOJAZZ haben mit Stevie Wonder (erneut - höre ihr 2005er Album „Have Fun“) und dem mittlerweile verstorbenen Maurice White (Earth, Wind & Fire; auf sein Konto geht die rührende Ballade 'Nobody Else') zwei überlebensgroße Ikonen für ihre Zwecke gewonnen, doch die überschatten das Gesamtwerk "Soul Stimulation" nicht.

Gleich die hypnotische Eröffnung 'Change' wartet mit einem Refreain auf, bei dem sozusagen jeder "mit muss". Dem steht der retrospektive Synth-Funk 'Swingin' in da Rain' in nichts nach, sondern zwingt den Hörer genauso penetrant auf die Tanzfläche. NOJAZZ setzen hier wie auch im Rest der Tracks auf synthetische Beats, oftmals nervös wie typischer Drum & Bass, doch die schmissige Drum-Loops muten so virtuos an, wie es auch die regelrecht mitsingbaren Bläser-Passagen sind, die praktisch alle Tracks auszeichnen.

So sind mit dem eindringlich pochenden 'C'mon Talk' und dem beinahe reinrassigen Hip Hop von 'Two Hours' von den vergangenen vier Alben des Quintetts gewohnte Klangfarben vertreten, doch NOJAZZ schlagen auch verhältnismäßig experimentelle Töne an. Funky Schlaggitarren weist 'My kind of blue' genauso auf wie das sehr urbane 'Kool', die Elefantenhochzeit schlechthin auf "Soul Stimulation", denn hier finden die Stimmen von Wonder (Mundharmonika nicht zu vergessen) und White zum einzigen Mal zusammen. Rapper Bishop Lamond (Dr. Dre, Busta Rhymes) spielt Stevie Wonder im vielsagenden Titel 'Have Fun' die Bälle zu, wohingegen White im sanften 'Nobody Else' mit Chor- und Sprechgesang von dem gemischgeschlechtlichen Vaughn-Trio sowie Alfio Origlio unterstützt wird.

NOJAZZ waren nie Propheten im eigenen Land Frankreich, sondern schon nach kurzer Zeit hochangesehene Grenzgänger zwischen Tradition und Moderne, was man nicht zuletzt auf ihre mitreißenden Arrangements zurückführen darf. Das weltenbummelnde Quintett, dass kurz nach der Jahrtausendwende zusammenfand, komponiert aufgeräumt mit einem Augenmerk sowohl auf Grooves als auch Melodien. Mit einer artifiziellen Soundästhetik nicht in schematische Denkmuster zu verfallen bzw. keine Fließbandarbeit zu liefern ist eine durchaus schwierige Aufgabe. "Soul Stimulation" darf dahingehend als geglücktes Unterfangen bewertet werden.

FAZIT: NO JAZZ sind und bleiben auch 2018 ein tanzbarer NuJazz-Act, wie er im Buche steht, und dürften angesichts der prominenten Unterstützung, die ihnen für "Soul Stimulation" zuteil wurde, einmal mehr Erfolge feiern, denn mit ihrer Mischung aus Vintage-Seventies-Funk und zeitgenössischen Tönen schlagen die Franzosen aktuell weit über den Jazz-Kontext hinaus in eine beliebte Kerbe. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 763x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Change
  • C'mon Talk (Soul Stimulation Mix)
  • Swingin' in da Rain (Moar Mix)
  • Two Hours
  • Waiting
  • My kind of blue
  • Seven to five
  • Long twins
  • Nobody else (Soul Stimulation Mix)
  • Swingin' in da Rain (Mix Club)
  • Have fun (Soul Stimulation Mix)
  • Kool (Remastered)
  • Nojazz end

Besetzung:

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