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Rock Lounge Orchestra: RLO #1 (Review)

Artist:

Rock Lounge Orchestra

Rock Lounge Orchestra: RLO #1
Album:

RLO #1

Medium: CD/Download
Stil:

Rock / Pop

Label: Tap Water
Spieldauer: 56:24
Erschienen: 02.11.2018
Website: [Link]

Was dieses Sextett an Stilblüten pflückt, geht auf keine Kuhhaut … ROCK LOUNGE ORCHESTRA oder kurz RLO klingen wie eine typische Top-40-Coverband - bloß mit dem frappanten Unterschied, dass sie ihre Lieder ausnahmslos selbst schreiben, und zwar verdammt gut. Die mit allen handwerklichen Wassern gewaschenen Protagonisten unterhalten in jeder Disziplin, auch wenn sie sich letzten Endes den Vorwurf gefallen lassen müssen, zuerst eine Leistungsschau zu betreiben und dann Emotionen anzusprechen.

Zum Glück bleibt jene Biederkeit, welche die meisten Show-Bands ähnlicher Art an den Tag legen, bei RLO außen vor. Der Sechser blickt nicht umsonst auf Erfahrungen im Vorprogramm sehhr verschiedener renommierter Künstler zurück, die sich sicherlich nicht auf ihn eingelassen hätten, wenn er nicht in jeder Hinsicht professionell wäre. Spaß beim Musizieren steht unter den Mitgliedern aber dennoch hörbar hoch im Kurs, und dementsprechend zwanglos wirkt das, was sie auf "#1" zu Werke bringen.

Ihr Spektrum reicht von Jingle-Jangle und dem Psychedelic Pop der frühen Beach Boys - dem Sound der 1960er also - über vielleicht noch älteren Rockabilly und Blues bis zu sattem Southern-Kram und "kommerziellem" Soul, wobei das Saxofon, das übrigens mehrere Beteiligte spielen, eine tragende Rolle spielt. Die Musikerinnen (Streicherin und Bläserin Martina Liesenkötter, die u.a. schon an der Seite von Bobby McFerrin zu bewundern war, gehört dazu) und Musiker beherrschen übrigens allesamt mehrere Instrumente, was bei dem Genre-Weitblick, den sie demonstrieren, auch nahe liegt.

Hier ein wenig Motown-Flair, dort Soft Rock im Geiste der Eagles und von Dire Straits bis zu Loggins & Messina, an anderer Stelle wiederum lounge-jazzige Eskapaden der Marke Steely Dan … beim RLO ist vieles möglich, und wenn man die Formation für eines loben kann, dann ihre Leistung, selten bis gar nicht plump zu zitieren. Gesangs-Chamäleon Joe Rankenhohn zeichnet auch für das Gros der Kompositionen verantwortlich und hat den Sound all dieser Einflussgeber anscheinend tief verinnerlicht, weshalb reines Abkupfern schlicht nicht stattfindet.

Am Ende könnt ihr, falls überhaupt, wie gesagt nur die fehlende Einheitlichkeit als Manko anführen. Ansonsten ist "#1" …

FAZIT: … Mainstream-musikalische Unterhaltung vom Feinsten.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 222x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Chevy love
  • Big T
  • Stand up
  • Take a little time
  • Baby don´t leave me now
  • Night and day
  • Heaven and hell
  • Away from it all
  • Umbrella lady
  • Hint of Destiny
  • Fool on the run
  • Renault 4
  • Nie
  • Good night

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • RLO #1 (2018) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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