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The Cascades: Phoenix (Review)

Artist:

The Cascades

The Cascades: Phoenix
Album:

Phoenix

Medium: CD/Download
Stil:

Gothic

Label: Echozone
Spieldauer: 49:33
Erschienen: 19.10.2018
Website: [Link]

Wieder mal ganz schön altbacken, was uns die Düster-Veteranen THE CASCADES hier auftischen … Das Trio braucht freilich niemandem mehr etwas zu beweisen, gleichwohl es in Bezug auf "Phoenix" gern etwas mehr hätte sein dürfen als reine Pflichterfüllung.

Nach einer ebensolchen riecht das aktuelle Material der Band um den allzeit tief raunenden Frontmann M.W. Wild nämlich. Über den von der EP "Station No. E" bekannte Goten-Konsens hinaus bieten THE CASCADES wenig, womit sie einen Willen zur Fortentwicklung oder Expansion ihrer Hörerkreise in Aussicht stellen könnten; stattdessen dominieren überkommene Grufti-Manierismen wie in 'Dark daughter´s diary' oder ziemlich platte Deutschtümelei der Marke 'Ihr werdet sein', die man sich nach mehr als drei Jahrzehnten (!) im Geschäft eigentlich nicht mehr erlauben sollte.

Der feste Zusammenhalt der drei Kernmitglieder ist im schnelllebigen Musikgeschäft der Gegenwart einerseits erfreulich, doch mit dem aktuellen Stoff des Projekts im Ohr wünscht man sich andererseits, sie würden sich gegenüber neuen Impulsen durch Außenstehende öffnen. Keyboarder und Rhythmusdoktor Markus Müller sind mit der Zeit offensichtlich entweder die Ideen ausgegangen, oder er hat kann bzw. möchte sein Repertoire an musikalischen Ausdrucksmitteln nicht erweitern.

Wie gesagt: Sich selbst genug sein, das dürfen altehrwürdige Künstler am ehesten, aber tatsächlich nur ein Mindestsoll zu erfüllen ist definitiv nicht zulässig. Das sollten selbst treuste Fans einräumen. Dass ausgerechnet die Coverversion 'Diane' (im Original von Hüsker Dü - Hut ab für diesen Geschmacksbeweis), performt im Duett mit der Kanadierin Esther K. Widmann, den stärksten (einzigen?) Akzent setzt, sagt alles über die dürftige Qualität der Platte aus.

FAZIT: THE CASCADES scheinen nach der jüngsten Veröffentlichung der "Hit"-Compilation „Diamonds And Rust“ in ihrer eigenen Vergangenheit steckengeblieben zu sein. "Phoenix" heuchelt mit seinem Titel Mut zu einem Neubeginn, ist aber in Wirklichkeit vertonter German-Gothic-Konservatismus und bleibt deutlich hinter dem bisherigen Schaffen der Gruppe zurück.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 313x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Avalanche
  • Blood is thicker than blonds
  • Dark daughter´s diary
  • Phase 4
  • Station no E
  • Phoenix
  • Behind the curtain
  • This world is yours
  • Superstar
  • Ihr werdet sein
  • Zeros and ones
  • Diane
  • Für F …
  • Diane (M.W. Wild Version)

Besetzung:

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